Archiv der Kategorie: Ausflüge / Urlaube

Fahrradfahren in der Lausitz

Ende August waren wir sechs Tage zum Radfahren in Cottbus. Wie im letzten Jahr waren wir mit Pfadt-Radreisen unterwegs. Wir hatten einen schönen bequemen Reisebus mit großem Fahrradanhänger, der die Räder der 26 Teilnehmer aufnehmen konnte.

Untergebracht waren wir im „Lindner Congress Hotel“ direkt am der Stadthalle und nur wenige Fußminuten vom Altmarkt entfernt. Die Zimmer waren sehr geräumig und voll klimatisiert, bei Temperaturen über 30° nicht zu verachten. Da der Fahrradraum anscheinend auch ohne unsere Räder gut gefüllt war, kamen unser Fahrräder abends immer wieder in den Radanhänger.

Cottbus hat uns sehr angenehm überrascht. Die Altstadt ist überschaubar und die Restaurants am Altmarkt sahen uns fast jeden Abend zu einem Dämmerschoppen. Wir waren nicht die einzigen, die dort saßen.

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Wir unternahmen insgesamt vier ordentliche Radtouren, wobei uns der Bus manchmal absetzte, manchmal abholte und immer irgendwie in der Nähe war. An den ersten 3 Tagen hatten wir Temperaturen von bis zu 35°C und einige Teilnehmer benutzten auch den Bus zur vorzeitigen Heimfahrt. Unser Radwanderführer, der uns auf dem Rad begleitete und uns immer die besten Wege entlang führte, war Matthias Reiche vom Lausitz-Tourismus.

Die Radtouren habe ich mit Komoot aufgezeichnet und mit der jeweiligen Überschrift verlinkt.

 

Unsere Touren im Einzelnen:

Bad Muskau – Cottbus

Die ersten paar Kilometer ging es sehr gemächlich durch den Fürst-Pückler-Park, einen schönen Landschaftspark an der Neiße. Der Park setzt sich auf der polnischen Seite fort, wir aber radelten nach Nordwesten, verließen Sachsen und radelten später an der Spree entlang Richtung Cottbus. Hier konnten wir uns auch direkt an die zweisprachigen Schilder der Lausitz gewöhnen. Das „Sorbische“ war dann auch an allen Tagen präsent.

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Cottbus – Peitz – Werben – Cottbus

Diese Rundtour führte uns durch das Peitzer Seengebiet nach Norden und dann südwestwärts wieder nach Cottbus zurück. Die Peitzer Teiche sind wirklich groß, viel größer als die Fischteiche, die man sonst kennt. Es war auch der erste richtige Sichtkontakt mit dem Braunkohlekraftwerk Jänschwalde, dessen neun dampfende Kühltürme man schon von unserem Hotel aus sehen konnte. Ein Teil der Tour führte uns wieder an der Spree entlang. Hier durften sich ehrgeizige Radfahrer auf einem kilometerlangen Deichradweg austoben. Unser Radführer hatte insgesamt ein ruhiges Tempo drauf, in Anbetracht der Hitze war das die richtige Entscheidung.

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Cottbus – Branitz – Forst – Guben

Diese Tour führte uns über den „Branitzer Park“, den zweiten große Landschaftspark von Fürst Pückler, nach Osten. Nach einem Blick in einen stillgelegten Braunkohletagebau ging es dann über Forst mit seinem Rosengarten die Neiße abwärts bis Guben. Irritierend waren die zahlreichen „Brückenruinen“ über die Neiße, die nie richtig geräumt wurden. Der Verkehr benutzt neue Brückenbauten. Auf dem Rückweg machten wir noch Halt an einem aktiven Braunkohletagebau und konnten uns diese riesigen Gruben mit ihren riesigen Maschinen einmal ansehen. Auch dieser Tagebau gehört zum Kraftwerk Jänschwalde.

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Nach den ersten 3 Radeltagen fragten sich einige Teilnehmer, warum die Tour als „Spreewald-Tour“ ausgeschrieben war. „Lausitz“ oder „Braunkohle“ hätte besser gepasst. Mir persönlich haben die drei ersten Tage aber gerade deshalb sehr gut gefallen.

Burg – Lübbenau – (Spreeweald Kahntour Lübbenau – Lehde) – Burg – Werben – Cottbus

Ausgesetzt wurden wir in Burg und radelten dann durch den typischen Spreewald zwischen Kanälen bis Lübbenau, wo wir dann (ohne Räder) auf einen Spreewaldkahn umstiegen und uns durch den Spreewald stochern ließen. Später ging es dann per Rad wieder zurück nach Cottbus. Diese Tour durch den Spreewald war eigentlich das, was sich viele von der Cottbus-Fahrt erhofft hatten. Hier gab es auch sehr viele Touristen, die wir an den anderen Tagen nicht gesehen hatten. Einen richtigen Sommertag wollte ich mir angesichts der vielen leeren Kähne besser nicht vorstellen.

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Nach der Tour wissen wir: Cottbus liegt an der Spree und in Brandenburg. Unsere Ortskenntnisse haben sich somit wesentlich verbessert.

Wir werden uns auch im nächsten Jahr das Programm von Pfadt-Reisen intensiv ansehen. Radreisen mit Bus und eigenem Fahrrad ist nicht zu verachten.

Frühling 2015

Unsere Magnolie hat mit ihrer Vollblüte am 9.4. endgültig das Frühjahr im Garten eingeläutet. Die Rosa-Phase zuvor hat ungefähr zwei Wochen gedauert, da war es auch deutlich kühler. Am 10.4. kamen dann die Süßkirsche, am Wochenende (11./12. April) die Mirabelle und unsere beiden kleinen Birnbäume mit ihrer Vollblüte dazu, ebenso im Vorgarten unsere Felsenbirne. Im Moment fliegen bei über 20° auch die Bienen ganz emsig zwischen den Blüten umher.

Da wir am Wochenende In Helmstedt und im Weltnaturerbe „Nationalpark Hainich“ (bei Eisenach) waren, konnten wir den Vorsprung der Pfalz auch richtig miterleben. Der Brocken lag noch voll im Schnee, im Hainich selbst war noch kein Grünschimmer in den Bäumen zu sehen, dafür war der lichte Waldboden mit Frühlingsblühern und zartem Grün bedeckt. So einen blühenden Waldboden haben wir in der Pfalz nicht.

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Und auf dem Weg in die Pfalz wurde es dann ständig grüner und bunter.

Winter im Schwarzwald

Ende Januar wollten wir Winter erleben und wählten den hohen Nordschwarzwald als Ziel.

Ab Baden-Baden ging es über die Schwarzwaldhochstraße zum Schliffkopf, und schon nach 10 Kilometern (ab 400m Höhe) war die Straße weiß und es schneite kräftig weiter. Unser Ziel, das Schliffkopfhotel in 1025 m Höhe, lag unter einer dicken, herrlich weißen Schneedecke. So hatten wir es uns vorgestellt.

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Samstags ließ der Schneefall nach, und es reichte für eine geführte Wanderung mit Schneeschuhen, ohne daß man den nackten Boden zu sehen bekam. Die Schneehöhe dürfte so bei 60 cm gelegen haben (Orientierung: Zäune, Sitzbänke am Weg). Da wir anscheinend die ersten waren, die den Neuschnee betraten, musste man den (ausgeschilderten) Weg regelrecht suchen. Die Schneeschuhe selbst waren eine große Erleichterung beim Wandern im Tiefschnee, lernen musste man kaum etwas.

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Teilweise war es klar und man konnte die umliegenden Berge sehen. Auch ein Blick in den Rheingraben war möglich.

Am Sonntag schneite es wieder mehr und man konnte die Schneefräse des Hotels bei ihrem Einsatz beobachten. Die B500 war zu erkennen und es waren auch Autos unterwegs. Zum Wandern war das Wetter weniger geeignet. Wir machten einen gemütlichen Hoteltag und halfen zwei Autofahrern beim Wegfahren.

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Ausfahrt zur B500 am Montag

Ausfahrt zur B500 am Montag

Montags wurde der Schneefall heftiger, die Einsätze der Schneefräse nahmen zu, aber die Straße behielt ihre weiße Pracht. Autos waren selten. Da in Richtung Ruhestein von querstehenden LKWs die Rede war, verzögerte sich unser Abreise. Erst gegen 12:30 starteten wir und kamen mit ca. 20 Stundenkilometer vorwärts. Die Straße runter nach Achern war bzw. wurde aber geräumt und ab ca. 400 m Höhe kam wieder das Grün zum Vorschein.

Insgesamt ein schöner Kurzurlaub.

 

Ein Wochenende in München

Ein verlängertes Wochenende in München war schon lange überfällig.

Bei den Transportmitteln waren wir sparsame Bahnkunden und in München treue Kunden des öffentlichen Nahverkehrs, insbesondere der U6. Unser Hotel war das K&K Harras München, welches direkt am Aufzugschacht der U6-Station Harras liegt. Das Hotel war gut und wir waren mit dem Service und dem Frühstück sehr zufrieden.

Zweimal waren wir zum Essen, einmal italienisch im „Da Fausto“ in Schwabing und das andere mal bayrisch „Beim Sedlmayr“ in der Westenriederstraße. Hier gab es auch das einzige Bier der ganzen Reise. Die Küche beim Sedlmayr ist etwas fleischlastig, aber man findet alles, was man sich auf einem Bauernhof so vorstellen kann. Und alles scmeckt sehr ordentlich, wenn man den bayrischen Stil mag.

Freitag und Samstag stand „Shoppen“ auf dem Programm, und wir wurden auch bei einigen Sachen fündig. Und so nebenbei gab es auch an allen wichtigen Punkten Weihnachtsmärkte.
Zum Beispiel:

  • Sendlinger Tor
  • Marienplatz
  • Odeonsplatz
  • Schwabing

Den „Tollwood-Markt“ auf der Theresienwiese darf man sicherlich nicht zu den Weihnachtsmärkten zählen, da hier das Angebot doch eine andere Ausrichtung hatte.

Sonntags gab es dann einen dreistündigen Zoobesuch in Hellabrunn. Meine privaten Highlites waren die Fledermausgrotte (hier steht man in der Dämmerung direkt zwischen den fliegenden Fledermäusen und spürt deren Flügelschlag hautnah), die Orang-Utan-Gruppe und die höchst aktiven Pinguine. Die Eisbären haben wir natürlich auch nicht ausgelassen.

Bei schlechterem Wetter wäre das sicherlich nicht so gut mögich gewesen.

 

Reise nach Rom

Nach unserer Radreise buchten wir eine 7-tägige Busreise bei der Firma Eisinger (Herxheim) nach Rom. Da wir beide Rom noch nie gesehen hatten, war diese Reise zwingend nötig.

Unsere Gruppe bestand aus 31 Teilnehmern, unserem Reiseleiter, dem Fahrer und einem sehr schönen Reisebus. Hin ging es über den Gotthard-Tunnel bis zur Zwischenübernachtung im Raum Bologna, dann weiter nach Rom.

Nachmittags hatten wir dann eine Führung durch die Domitilla-Katakomben, dann weiter zur Papst-Basilika Sankt Paul vor den Mauern (San Paolo fuori le Mura) und in der beginnenden Dunkelheit standen wir dann noch auf dem Kapitol und warfen einen Blick auf das Forum.

Unser Hotel „Casa Bonus Pastor“ in unmittelbarer Nähe zum Vatikan (50 m zur Mauer, 750m zur Kuppel der Petersdom) sahen wir dann gegen 18:00, bekamen unsere Zimmer zugeteilt und wurden auf die Essenszeit 19:00 eingestimmt. Das Hotel hat einen katholischen Träger, ist ein vor 15 Jahren umgebauter kirchlicher „Palast“, die Zimmer sind schlicht gehalten und durch die gefliesten Böden wirkt es recht kühl. Aber alles war da. Das reichliche Abendessen bestand immer aus drei Gängen, der Tischwein stand auch jeden Abend schon bereit. Das (kontinentale) Frühstück gab es morgens ab 7:00, da wir gegen 8:30 schon mit unserem Programm starteten.

Montags war der Tag mit unserem Bus. Wir sahen (jeweils mit unserer römischen Füherin) die „Heilige Stiege“, die Lateranbasilika St. Giovanni und die Basilika Santa Maria Maggiore. Nachmittags ging es dann zu der „Spanischen Treppe“, zum Trevi-Brunnen, zum Pantheon und dann noch zur Piazza Navona. Im Bus wurde man dann noch mit einer Unmengen Sehenswürdigkeiten aus zwei Jahrtausenden links und rechts der Fahrstrecke konfrontiert.

Der zweite Tag war voll dem Vatikan vorbehalten. Wir starteten direkt bei unserem Hotel mit einer Wanderung zum Museumseingang, durch die vatikanischen Gärten, dann ging es durch die Museen zur Sixtinischen Kapelle mit ihren Gemälden von Michelangelo und weiter zum Petersdom. Bei dessen Größe dauert die Besichtigung schon einige Zeit. Ich konnte anschließend noch die große Kuppel besteigen und über das Dach der Peterskirche flanieren. Wir trafen uns dann alle wieder auf dem Petersplatz und gingen von dort zum Hotel zurück.

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Am Mittwoch nahmen die meisten Mitreisenden an der Papstaudienz teil, wir besuchten das Forum Romanum mit seinen imposanten Tempel- und Palastresten und danach das Kolosseum. Die Größe und Ausstattung ist atemberaubend. Der Blick von da auf das Forum und die dort stehenden Triumphbögen ist großartig. An die sieben Hügel von Rom wurden wir dann auf unserer Wanderung zurück in das heutige Stadtzentrum erinnert. Aber die kleinen Straßen sind eine Wanderung wert. Nach einem Stop auf der Piazza Navona mit dem teuersten Eis unseres Lebens (dafür aber im Sitzen, was in Rom die Preise verdreifacht) ging es dann noch zur Engelsburg mit einem schönen Rundblick auf das abendliche Rom. Gegen 17:30 kamen dann auch riesige Starenschwärme in die Stadt zurück …

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Bei der Rückreise mit einer Übernachtung in Sterzing am Brenner gab es genügend zu sehen, aber die Motivation und Vorfreude der Anfahrt war doch nicht mehr da. Aber auch hier konnten wir die Fahrt genießen und kamen über den Fernpass wieder nach Deutschland.

Uns hat die Reise sehr gefallen und wir würden sie sofort in dieser Art wiederholen. Und wir wissen, dass auch mehrtägige Busreisen schön sind.

Oppenheim

Am Donnerstag (25.9.2014) unternahmen wir zu siebt einen Ausflug nach Oppenheim.

Unser Verkehrsmittel war die Bahn mit dem günstigen Rheinland-Pfalz-Ticket. Da es in den Regionalzügen keine Speisewagen gibt, mussten wir uns für die Hinfahrt selbst entsprechend ausstatten. Sekt, Orangensaft, Brezel, Käse und Trauben kann man gut einpacken, auspacken und zu sich nehmen. Damit war das Problem der Bordverpflegung gelöst.

Oppenheim ist ein kleines und überschaubares Städtchen. Man wandert in wenigen Minuten vom Bahnhof hoch in die eigentliche Altstadt. Da das Wetter mitspielte, gab es außer uns auch andere Touristen in der Stadt. Wir hatten zunächst eine kleine Stadtführung, die Entfernung zwischen den Wendepunkten betrug höchsten 300 Meter. In diesem Bereich liegt der Markt, das Rathaus, die Katharinenkirche und natürlich auch ein Teil der Altstadt. Da uns die Geschichte der Pfalz einigermaßen bekannt war, konnten wir uns leicht in die Geschichte von Oppenheim einweihen lassen. Die Katharinenkirche sehen wir von außen ja oft auf dem Weg nach Geinsheim, aber die Details in der Schaufassade und der Innenraum sind auch eine Führung wert.

Der Astronom: Alle drei Sonnenuhren an der Katharinenkirche zeigten die korrekte Zeit.
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Nach einer Kaffeepause kam dann eine Führung durch das alte Kellerlabyrinth, welches sich unter Oppenheim befindet. Der von uns begangene Teil ist sehr gut ausgebaut und man kann sich dann die restlichen 98% vielleicht so ungefähr vorstellen. Die Keller stammen weitgehend aus dem Mittelalter, der Zweck ist etwas unklar. Für Abenteurer gibt es auch eine Führung durch einen nicht so perfekt ausgebauten Kellerbereich.

Mit einem Besuch in der Gutsschänke Dietz beendeten wir unseren Aufenthalt in Oppenheim. Am Wein und am Essen gab es nichts auszusetzen, die Preise sind moderat. Die letzte Rast machten wir dann unfreiwillig um 21:30 in der Bahnhofswirtschaft in Schifferstadt, da wir unseren vorgesehenen Anschlusszug nach Haßloch verpassten. Schön, dass es so eine Wirtschaft noch gibt.

Ein Burgenwochenende

Angefangen hat es am Samstag (13.9.) mit der Rietburg bei Edenkoben. Startpunkt: Villa Ludwigshöhe. Hinauf ging es in gut 40 Minuten zu Fuß (200 Höhenmeter), abwärts benutzten wir die Sesselbahn. Der Blick nach Westen in die Rheinebene und in den Süden Richtung Landau war an diesem Tag nicht so besonders gut, aber der Ausflug war mittelfristig geplant. Auf der wiederaufgebauten Terrasse kan man sich stärken, und an der Talstation der Sesselbahn liegt für Kunstinteressierte die „Villa Ludwigshöhe“ mit ihrer Slevogt-Sammlung.

Am Sonntag ging es dann zur Ramburg bei Ramberg. Die Ramburg wurde im Rahmen des „Tag des offenen Denkmals“ erwähnt, und sie fehlte noch in unserer pfälzischen Burgensammlung. Der Weg zur Burg beginnt an einem kleinen Parkplatz am Ende der Sclossbergstraße und führt einen in einer guten halben Stunde zur Ramburgschänke und dann in weiteren 5 Minuten zur Ramburg (150 Höhenmeter). Das Schönste an der Burg ist die Aussicht. Im Osten sieht man die Burg „Neuscharfeneck“ (ebenfalls bei Ramberg) und im Süden den Trifels und den „Asselstein“. Sehenswert ist auch der große Felsenkeller im gewachsenen Sandstein unterhalb der Burg.

Von der Rietburg und der Ramburg ist nicht mehr viel original erhalten, aber die tollen Ausblicke machen die Besichtigungen zu einem schönen Ausflug. Die Einkehrmöglichkeiten lassen auch keine Wünsche offen.

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Weinheim

Gestern unternehamen wir den schon länger geplanten (und versprochenen) Ausflug nach Weinheim und in den Odenwald.

Weinheim war für uns Neuland. Von der Altstadt, dem Exotenwald und dem Schaugarten hatten wir gehört, aber uns noch nie auf die weite Reise (60 Km von Haßloch) gemacht.

Angefangen haben wir mit dem „Schau- und Sichtungsgarten Hermannshof„, einem parkähnlichen Garten, den man sich in einer guten Stunde gemütlich anschauen kann. Dann hat man allerdings keinen Blick auf die einzelnen Pflanzen und die „Pflanzengruppen“ geworfen. Es gab noch eine Menge blühende Stauden in allen Größen und Farben zu bewundern. Den Garten sollte man sich am besten zu verschiednen Jahreszeiten erneut ansehen.

Danach ging es über den Marktplatz und das Schloss (heute Rathaus) in den Schlossgarten mit seiner riesigen Libanon-Zeder. Das ist wirklich ein stolzes Exemplar mit einem dicken Stamm und einer extrem weit ausladenden Krone. Also nicht für Reihenhausgärten geeignet. Und man muss auch wohl mehr als 100 Jahre Geduld mitbringen ….

Ein kleiner Rundweg im Exotenwald war dann ein ordentlicher Abschluss des „naturkundlichen“ Teils.

Da die Füße immer noch nicht weh taten, folgten wir den Schildern in die Altstadt bis hinunter zum Gerberviertel am Grundelbach. Recht gut erhalten bzw. restauriert findet man ein kleines Städtchen, das sich zwischen den Bächen hoch zum Schloss erstreckt.

Verhungern und verdursten muss man in Weinheim allem Anschein nach nicht. Am Marktplatz und in der Altstadt findet man viele Lokale. Das Weinheim östlich der Bahn ist ein ganz anderes, als man westlich der Bahn vermutet.

Uns aber zog es weiter in den Odenwald. Und zwar zum Gasthaus „Kreiswald“ hinter Rimbach-Albersbach. Verfehlen kann man das Gasthaus nicht. Man verlässt in Rimbach die B38 Richtung Albersbach und fährt dann immer weiter, bis die Straße aufhört. Dort gab es dann frischen Most aus eigener Erzeugung, „Äppelwoi“ hätte es natürlich auch gegeben. Die Speisekarte zeigt die Verbundenheit zum Odenwald und zur direkt nebenan liegenden Landwirtschaft.

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Wanderung bei Kusel

Nach einer Empfehlung der „Rheinpfalz“ wollten wir die Rundwanderung von Kusel zum Remigiusberg und über die Steinbrüche bei Rammelsbach zurück nach Kusel machen. Bei einer Länge von ca. 15 Km und bei 350 Höhenmetern schon mehr als ein Spaziergang.

Vom Bahnhof ging es nach Süden bzw. Südwesten auf den Remigius-Wanderweg und dann über Haschbach mit einem kleinen Abstecher zur „Alten Probstei“ auf dem Remigiusberg. Hier gibt es einen schönen Biergarten, gutes Bier und gutes Essen. Unsere Rumpsteaks waren vorzüglich.

Der Rückweg führte uns direkt an dem Zaun der Steinbrüche entlang nach Norden. An einigen Stellen konnte man in die Brüche hinunter sehen und  sich vorstellen, wie groß die Bagger und Muldenkipper in Wirklichkeit sind. Aber von oben sah es aus wie in einem Legoland. Allerdings wollte man in dem Dorf unter dem Bruch nicht unbedingt wohnen.

Der Abstieg führte uns dann nach Rammelsbach, am geschlossenen Museum vorbei und über ein (leider nicht vermeidbares) Industriegebiet zurück nach Kusel.

Wir waren mit einem zünftigen 2. Frühstück im Wald und einer ausgiebigen Mittagspause von 10:30 bis 16:00 unterwegs.

Planungskarte auf unserem Komoot-Konto:

Bei der Wanderung hat  Komoot 15,5 Km und 340 Höhenmeter gemessen.

Radurlaub im Münsterland

Im Januar buchten wir kurz entschlossen eine Radtour ins Münsterland.

Wie waren noch nie dort und das Busunternehmen Pfadt-Reisen in Germersheim war uns unbekannt. Die Reisebeschreibung sprach uns aber an. Eine 5-tägige Busreise nach Münster mit dem eigenen Fahrrad im Anhänger, geführte Touren und eine festes Hotel.

Jetzt wissen wir, daß es eine gute Entscheidung war.

Wir wurden mit dem Bus in Haßloch eingesammelt, an 3 anderen Halten und in Germersheim wurde dann die Reisegesellschaft komplettiert. Wir waren 24 Radler mit ebensovielen Rädern (70% E-Bikes). Bei strömenden Regen ging es dann nach Münster, aber ab dort hatten wir trockenes Wetter und konnten unser Radprogramm ohne Regenkleidung genießen.

Die Etappen waren gut ausgesucht, eine Fahrthälfte war jeweils mit dem Bus, die andere wurde geradelt. Der Busfahrer traf uns an den verabredeten Stellen immer mal wieder. Die Tagesetappen waren mit 50 bis 60 Kilometer gemütlich, unser Durschschnittstempo lag bei etwa 16 kmh. Wir radelten in einer langgezogenen Reihe, und Dank eines Schlußfahrers ging auch keiner verloren. Zuätzlich gab es auch pro Tag eine „kulturelles“ Highlight mit einer professionellen Führung. Wir kennen jetzt Wasserschlösser, Wasserburgen und das Landgestüt Warendorf. Das Schönste ist aber die abwechslungsreiche Landschaft rund um Münster. Es sieht schon anders aus als unsere Vorderpfalz. Auf den Touren führte uns Uli Gerbing, der als pensionierter Lehrer gut zur Struktur unserer Gruppe passte.

Do: Von Münster an der Werse entlang gen Süden, dann über das Schloss Westerwinkel zum Schloss Nordkirchen.
Fr: Von Warendorf über das Kloster Vinnenberg und Schloss Loburg zum Dortmund-Ems-Kanal und dann nach Münster.
Sa: Busfahrt durch die Baumberge zur Wasserburg Vischering und mit dem Rad über die Burg Hülshoff nach Münster zurück.
So: Am Dortmund-Ems-Kanal entlang und dann nach Davensberg, wo uns nach einer zünftigen Einkehr der Bus zur Heimfahrt aufsammelte.

Das Ein- bzw. Ausladen von 25 Rädern war sehr bequem und ging auch sehr flott (ca. 10 Minuten). Die Räder werden in verschiedenen Höhen senkrecht in den den Hänger eingehängt und mit einem Bügel gesichert, das Hinterrad kommt locker in einer Fixierung. Eine Reihe links, eine Reihe rechts.

Nach dem Abendessen im Hotel hatte man immer Zeit, um noch einen Bummel in Münster zu machen. Dann konnte man draußen sitzen und den „einheimischen“ Radlern zusehen. Der aufrechtere Sitz der Radler fiel einem deutlich auf. Münster hat wirklich eine extrem radfahrerfreundliche Verkehrsgestaltung.

Wir werden uns das Rad-Reise-Angebot 2015 von Pfadt-Reisen wieder genau ansehen.

PS: Daheim angekommen, sprang der Kilometerzähler unseres Flyers auf 20.000. Das ist schon eine gute Leistung.