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ESP32 (WiFi, OLED)

Über mein Interesse für Funk-Wetterstationen kam ich zu einem ESP32 Microcontroller mit WiFi-Fähigkeiten auf einem kompakten Entwicklerboard von Heltec (WiFi kit 32). Kaufpreis unter 30 Euro incl. dem OLED-Display (0,9″). Abmessung des Boards insgesamt ca. 50mm x 25mm

Das wichtigste auf dem Board ist natürlich der ESP32 mit ca. 500KB RAM, 4MB Flash-Speicher. Dann kommen verschiedene externe Bauteile dazu, der USB-Anschluss, 2 Taster (Reset, Prog), eine LED und das OLED-Mini-Display. Natürlich auch eine winzige Antenne und eben die GPIOs. Das ist deutlich mehr als mein Arduino hatte.

Als erstes bekam das Board von einem Freund seine Pfosten angelötet, dann kam es auf ein kleines Breadboard (Steckbrett) mit ausreichend Kontakten zum bequemen experimentieren. Dort ist es noch heute.

So sieht meine spartanische Experimentierumgebung heute aus: als Unterbau das Breadboard mit seinen vielen Löchern, darauf steckt des “Wifi-Kit” mit seinem Display, darauf links meine 3 Lämpchen und links oben der BME680. Rechts das dicke schwarze Kabel ist der USB-Anschluss, links ist das orange Antennen-Schwänzchen und unten der blaue Draht ist mein Kontaktsensor. Alles in Breadboard-Technik ohne Löten.

Der “nackte” ESP32 hat wohl nur einen besseren Bootloader, alles andere bekommt er von einer passenden Entwicklungsumgebung. Eine ist angelehnt an den Arduino, die andere nennt sich “MicroPython” und ist so eine Art Mini-Betriebssystem mit einem abgespeckten Python-Interpreter und einem Dateisystem auf dem Flash-Speicher, welches man von einer geeigneten Entwicklungsumgebung auf den ESP32 installiert. Als Entwicklungsystem auf dem PC empfiehlt sich Thonny. Ich habe mich für die microPython-Umgebung entschieden.

Erkundet habe ich das System mit einem Youtube-Kurs “Der Hobbyelektroniker / ESP32“, der viele gut gemachte Beiträge zum Thema “Micropython” und “ESP32” anbietet. Zusätzlich gab es eine Doku mit den Python-Codes. Am Anfang bin ich auch brav dem Kurs gefolgt, später habe ich etwas freier gearbeitet.

Mein erstes Projekt dient dazu, mich mit dem ESP32, dem Micropython und Thonny anzufreunden. “print” und “input” wurden ausprobiert. Dann programmierte ich ein bischen mit dem Timer, der eingebauten LED und dem eingebauten Taster. Blinken tat es schon mal. Ich konnte auch den Taster durch einen “kapazitiven” Draht ersetzen. Danach kamen das OLED-Display und meine vorhandenen Neopixel-Lämpchen hinzu. Das belegte dann schon einige Pins auf dem Breadboard. Die Anfänge einer sich fortschreibenden log-Datei auf dem Flash-Speicher wurden auch realisiert.

Im zweiten Projekt ging es dann um den Umweltsensor “BME680” (Preis ca. 25 Euro), der Temperatur, Feuchtigkeit, Luftdruck und einen “Gütewert der Luft” misst. Das Programm schreibt diese Daten kontinuierlich in eine Datei und zeigt die Daten auch auf dem Display an. Zusätzlich ist auch das Internet via WLAN aktiviert, um von einem Zeitserver die UTC-Zeit zu beziehen. Hier macht dann auch das Festlegen eines Python-Programms als Auto-Start-Programm Sinn. Dann kann man auch ohne PC messen und aufzeichnen. Die Stromversorgung erfolgt über ein USB-Ladegerät, meine Powerbank funktionierte nicht, die schaltet bei so geringen Strömen einfach ab.

Die Daten konnte ich dann zeitversetzt auf den PC übertragen und mit Jupyter / Pandas bequem visualisieren bzw. auswerten.

Im 3. Projekt wollte ich die Daten des BME680 im Web (im lokalen IP-Bereich hinter der Fritz-Box) anzeigen, also einen kleinen Web-Server auf dem ESP32 laufen lassen. Dank der vorhandenen Libraries war das kein Problem.

Allerdings ist das WLAN anscheinend sehr instabil, mit einem Stückchen Draht als Antennenverstärkung funktionierte es meist besser. Manchmal scheitert schon die Verbindung zum Netzwerk, manchmal liefert der PING extrem unterschiedliche Ergebnisse. Auch unser Fritz-mesh ist störend.

Das 4. Projekt war nicht so typisch für den ESP32, sondern eher Python allgemein. Ich wollte per API-Zugang die aktuellen Wetterdaten für Haßloch aus dem Web beziehen und dann via ESP32 anzeigen. Dazu habe ich mir bei “OpenWeatherMap.org” ein (kostenloses) Benutzerkonto angelegt. Dann bekam ich einen API-Key, der mich zum Bezug der Daten berechtigt. Nebenbei lernte ich so auch das Datenformat JSON kennen. Und sehe immer, wie warm es aktuell in Haßloch ist ….

Das 5. Projekt erlaubt die Fernsteuerung von LED-Lämpchen auf dem ESP32 von einem beliebigen Browser aus via WLAN. Auf dem ESP32 läuft ein kleiner Web-Server mit Aus- und Eingabemöglichkeiten. Also eher ein allgemeine Web-Anwendung in Python.

Zur Hardwareausrüstung des ESP32 kam noch ein Fotosensor (LDR), der durch einen Spannungsabfall die Helligkeit anzeigt. Dann noch eine rote externe LED und ein “passiver” Buzzer, dem man per PWM-Funktion die Höhe des zu erzeugenden Tons vorgibt.

Urlaub an der Müritz

Wie kamen wir zur Müritz? Wir wollten Rad fahren und suchten nach einem neuen Gebiet. Die Müritz kannten wir noch nicht, aber wir wussten: dort kann man auch Rad fahren. Und die Kombination Rad fahren, Wasser und leicht welliges Geländes abseits der Haupt-Touristen-Ströme sagte uns schnell zu. Und aus der erst anvisierten Müritz-Rundtour wurde dann ein 7-tägiger Hotelaufenthalt mit gemieteten E-Bikes vor Ort. Das klang gut. Und so buchten wir Mitte März das Hotel “Gutshaus Ludorf” in Ludorf bei Röbel an der Müritz.

Unser Hotel war auch früher wirklich ein großes Gutshaus, wir wohnten im “Verwalterhaus” und hatten dort ein sehr schönes Zimmer, eher waren es schon zwei Räume. Zum Haupthaus waren es 50 Meter über die Anfahrt, dort gab es auch morgens das Frühstück. Der Service war gut, man fand immer einen Ansprechpartner. Zum See waren es ca. 1000 Meter, erst durch den gutseigenen Park mit alten Bäumen und dann (die zweite Hälfte) über einen kleinen Fahrweg. Dann war man an dem kleinen Hafen mit einem Badestrand, der aber sehr grobkiesig war. Also zum Reingehen und Schwimmen nicht so ideal. Aber man hatte einen ungestörten Blick auf die Müritz Richtung Nord und Ost. Bootsbetrieb war immer.

Das Restaurant vom “Gutshaus” war mit ein Grund für die Hotelwahl, allerdings konnten wir das nur am ersten Abend genießen. Dann wurde es wegen Personalmangel nur in einem Notbetrieb weitergeführt. Wir hatten uns vorher schon ab und zu die jeweils aktuelle Abendkarte angesehen. Das Konzept: Nur mit Anmeldung und nur eine kleine, täglich wechselnde Karte, die man dann bis zu einem 5-Gang-Menü ausnutzen konnte. Schade.

Das Gebiet der Mecklenburger Seenplatte (und dazu gehört auch die Müritz) war uns fremd. Es lohnt sich aber, dieses Gebiet einmal intensiv zu bereisen. Eigentlich sind es ja eher die vielen kleinen Seen, die den Namen ergeben. Es ist eine offene Landschaft mit Wasser, Äckern und kleineren Wäldern in einem leicht welligen Gelände. Wenn es nicht über 700 km dorthin wären, würde uns die Müritz wahrscheinlich öfter sehen. Die Gegend ist ansonsten recht leer, die Dörfer sind eher sehr klein.

Städte in unserem Sinne gibt es eher nicht. Die größte Stadt ist Waren mit 21 Tsd. Einwohnern ungefähr so groß wie Haßloch, allerdings durch den Tourismus und den Hafen sehr belebt. Wir haben uns deshalb auch nicht lange in Waren aufgehalten.
Röbel (5 Tsd. Einwohner) war unsere Stadt: nur 5 Km von Ludorf entfernt und hatte alles, was so der Urlauber braucht. Der Tourismus hielt sich in Grenzen, obwohl ein Hafen (Motor- und Segelboote) vorhanden ist. Hier gibt es auch ein größeres gut aussehendes Schwimmbad am See.
Malchow (7 Tsd. Einwohner) ist ein kleines Städtchen, teils auf einer Insel teils auf dem Land, mit interessanten Verkehrsverbindungen und schönen Häusern.
Plau (am Plauer See, 6 Tsd. Einwohner) war für uns schon etwas weiter entfernt, aber die Fahrt war es wert. Auch das ein schönes Städtchen mit interessanten Wasserwegen drumherum. Jetzt kennen wir auch den Ursprung der Elde, die als Müritz-Elde-Wasserstraße (immerhin eine Bundeswasserstraße) bis zur Elbe führt. Allerdings sahen wir nur Sportboote und Paddler.

In Röbel, Mirow und Plau nahm ich die Gelegenheit war, die Kirchtürme zu besteigen. Und zum Abschluss (in Berlin) bin ich auch hoch zur Gold-Else (Siegessäule). Damit hatte ich auch meine Höhenausflüge. Überall waren es die Stufen wert.

Unsere erste Radtour ging von Ludorf nach Mirow und zurück. Schönes Wetter, wenig Wind und eine angenehme Temperatur ermöglichten einen guten Einstieg in den Radurlaub. Und auf dieser Strecke waren die Wege Spitze.
Die zweite Tour führte von Ludorf an der Müritz entlang über Röbel nach Sietow Dorf und dann etwas westlich davon über kleine Dörfer zurück. Auch hier waren die Wege gut.
Am dritten Tag war es sehr heiß, ich wollte aber trotzdem radeln. Andrea begleitete mich die ersten 10 Kilometer bis nach Vipperow und kehrte dann um, ich radelte nach Süden weiter und lernte dabei die kleinen Dörfer westlich von Mirow kennen. Dort waren dann mehrere kleine Seen, eigentlich das typische Bild einer Seenplatte. Die Wege waren hier nicht immer befestigt, es gab Wirtschaftswege mit Sand und Kies. Für mich ein interessanter Ausflug.

Bei unseren Ausflügen konnten wir sehr viele kleine alte Dorfkirchen in sehr unterschiedlichen Bauweisen (Holz, Fachwerk, Feldstein, Mauerwerk) anschauen. Fast immer war ein Aushang da, wann der nächste Gottesdienst stattfindet.
Dank der Aktion “Offene Kirche” konnte man die meisten auch besichtigen.
Und hier fanden wir solche Kirchen:

  • Ludorf
  • Zielow
  • Vipperow
  • Lärz
  • Sietow Dorf
  • Lexow
  • Zislow
  • Alt Gaarz
  • Krümmel
  • Sewekow
  • Buchholz
  • Priborn

Natur gab es auch. Neben der schönen Landschaft und dem vielen Wasser waren es zwei Nester vom Fischadler (der allerdings kein richtiger Adler ist, gehört eher zu den Habichtartigen) zu bestaunen. Die Jungen ließen sich noch füttern und waren eigentlich immer auf dem Nest sichtbar. Und an der “kleinen Müritz” bei Vipperow konnte man auch den Fischadler regelmäßig beim Fliegen beobachten.

Am ersten Tag konnten wir am Hafen von Ludorf Schwalben sehr nah beobachten. Auf den Wiesen im Umfeld von Ludorf sahen wir Kraniche bei der Futtersuche. Sie sehen schon schön aus mit ihrem rot gezeichneten Kopf und dem “buschigen” Schwanz. Und das Dritte waren ziehende Gänse, die ihre Keil-Formation einnahmen und sich auch deutlich hörbar unterhielten.

Das Storchenjahr 2022

Ende Februar sind fast alle Nester besetzt, auch wenn man die Störche nicht immer auf oder in der Nähe des Nests sieht. Vor der Brut ist eben der genaue Überblick etwas schwierig. Bis Mitte März sollte sich die Lage klären.

Bis Mitte März hat sich wenig geändert. Es ist weiterhin recht kühl, die Störche haben noch nicht mit der Brut begonnen und machen noch gemeinsame Tagesausflüge. Man sieht also auch tagsüber noch leere Nester.

Ende März sind über 30 Nester besetzt und man ist am Brüten.

Am 1.4./2.4./3.4 gab es einen kurzzeitigen Wintereinbruch mit viel Wind, etwas Schnee und Tagestemperaturen nur knapp über 0 Grad. Glücklicherweise sind noch alle am Brüten und damit gab es wohl keine dauerhaften Verluste.

Am 11.6. konnte ich 28 aktive Nester mit insgesamt 74 Jungstörchen zählen. Also ein gutes Jahr. Allerdings waren alle 4 Nester im Gebiet Kindelsbrunnen (Geinsheim / Gommersheim / Harthausen) total verlassen. Ich hatte diese Nester vorher mit dem Status “brütend” in meiner Liste. Anfang Juli fängt man mit den ersten Flugversuchen an.

Meine Storchenkarte wird weitergeführt.

Windows 11

Unser PC mit Windows 10 gab Ende November (nach 6 Jahren Nutzung) seinen Geist auf. Ein neuer musste her. Es wurde ein Acer Laptop (Ryzen 5, 16 GB, 500GB SSD) mit Windows 10 und der Option (?) für Windows 11.

Die Daten konnten wir recht problemlos auf ein älteres Notebook (mit WIN10) übertragen und dort nach einigen Stunden weiterarbeiten. Es war nur ungewohnt langsam.

Jetzt aber mit dem neuen Laptop der Reihe nach: Nach der WIN10 Installation kam die Frage, ob er auch WIN11 installieren soll. Ich bejahte, und saß dann (eigentlich unerwartet) vor einem Windows 11 Rechner. Office war dank des Abos auch gleich installiert. Fast alles sah wie üblich aus, manche Punkte musste man etwas suchen, aber eigentlich funktionierte alles. Das Startmenü (jetzt in der Mitte) sieht wohl stark verändert aus, aber macht einem keine Probleme. Der Bereich “Einstellungen” ist schon etwas gewöhnungsbedürftiger, vor allem, da manchmal auf die “alte” Systemsteuerung zurückgegriffen wird.

Den Neuaufbau und die erste Spielphase habe ich mit dem “puren” Laptop gemacht, also mit dessen Tastatur und dessen Touchpad. Ging alles problemlos. Mit OneDrive war ich ja schon halbwegs vertraut. Meine älteren Programme konnte ich problemlos installieren. Python zum Beispiel habe ich ganz einfach über den “Microsoft Store” installiert.

Die größte Umstellung war für mich der Explorer, der jetzt ohne die großen Menübänder auskommen muss. Dafür findet man alle Grundfunktionen irgendwo in den vorhandenen Menüs versteckt oder muss sie über die rechte Maustaste aufrufen und suchen.

Das modernisierte Fenstermanagement nutze ich kaum, da ich meist immer noch eine Anwendung in einem möglichst großen Fenster betreibe. Die Snap-Layouts für die Multi-Fenster-Gestaltung finde ich für meine Arbeitsweise hilfreich.

Ungefähr zwei Wochen nach dem Ausfall des alten Rechners ging dann der neue Laptop in den “produktiven” Betrieb. Jetzt mit einer richtigen Tastatur, einer richtigen Maus und einem richtigen Bildschirm. Und er läuft seit dieser Zeit problemlos…..

Türkentaube 2021 ff

Ende Juli fing eine Pärchen Türkentauben an, sich für das Dach von unserem Starenkasten oben am Haus zu interessieren. Sie probierten dann einige Tage auf diesem kleinen Dach ein Nest zu bauen. Aber das meiste vom Baumaterial rutschte ab und lag dann auf dem Boden. Wir sahen das Projekt als gescheitert an.

Nach unserem Kurzurlaub in Berlin, genauer am 10.8., erkannten wir dann eine brütende Taube auf dem Nest. Offensichtlich hatten sie nicht aufgegeben und waren erfolgreich. Das Nest besteht ja auch nur aus ein paar Zweigen und Ästen, sonst nichts!

Ich war bereit, den Türkentauben eine Chance zu geben. Erstens sind sie nicht gar so laut wie die anderen Taubenarten und ich freue mich immer, wenn ich ein Pärchen im Garten beobachten kann. Sie unternehmen Vieles (oder fast Alles) gemeinsam.

Am 23.8. fanden wir dann eine leere Eierschale auf dem Boden, der Form und Größe nach von einem Taubenei. Die Taube saß weiterhin stoisch auf dem Nest. Eine Fütterung konnten wir nicht beobachten. Einige Tage später konnte man dann auch die ersten Anzeichen von Taubenküken mit dem Fernglas erkennen.

Um den 30.8. waren dann die Taubeneltern nur noch selten zu sehen und die zwei Jungen gediehen prächtig. Eine Fütterung konnten wir wiederum nicht direkt beobachten. Aber verhungert sind sie definitiv nicht.

Aus der Literatur: Die ersten 6 – 8 Tage werden sie mit vorverdauter Nahrung aus dem Kropf gefüttert, dann auf feste Körnernahrung umgestellt. Die Abstände zwischen den Fütterungen sind groß. Nichts gegen den Rotschwanz, der alle paar Minuten Futter anschleppt.

Die erste Jungtaube flog am 7.9.2021 aus, die zweite einen Tag später. Vorher haben sie intensiv ihre Gefieder geputzt und auch etwas mit den Flügeln geschlagen. Den ersten Flug selbst habe ich leider nicht beobachten können. Und einen Probeflug gab es nicht ….

Das Nest ist jetzt verlassen. Mal sehen, ob ich sie noch einmal in der Nähe vom Nest sehe. Man könnte die jungen Tauben im Moment noch an der Kopfform und der Färbung von den Alttauben unterscheiden.

In der Zeit danach sahen wir weder die Alttauben noch die Jungen in der Nähe vom Nest.

Im Winter 21/22 sah man so gut wie keine der Türkentauben. Anfang März 22 konnte man die ersten Paare wieder sehen und hören. Keine Ahnung, wo sie im Winter waren. Wir lassen das Nest einfach mal ungestört bestehen.

Am 19.3.22 war dann “plötzlich” eine Türkentaube auf dem alten Nest am Brüten. Am 1.4. fand ich Eierschalenreste und leider auch ein totes Küken unter dem Nest. Am 14.4. ist das Nest verlassen. Dazwischen konnte man ein Taubenküken sehen. Ein wichtiger Unterschied zum Herbst: Diesmal konnten wir häufiger die Türkentauben (auch paarweise) in der Umgebung sehen. Am 18.4. wird schon wieder gebrütet, und am 17.5. sind die beiden Jungen ausgeflogen. Und jetzt am 24.6. sind wieder zwei Junge ausgeflogen. Eine Sommerpause, und am 28.8. sind wieder 2 Junge ausgeflogen.

Ein Astro-Foto mit dem Google Pixel 4a

Da ich im Moment einen Vortrag zum Thema “Fotografie mit dem Smartphone” vorbereite, kam ich auf die Idee, mal die Astro-Foto-Funktion im Google Pixel 4a auszuprobieren.

Das Prinzip ist einfach: Smartphone auf ein Stativ stellen, auslösen, ein paar Minuten warten und das Foto vom Himmel ist fertig.

Zuerst das Stativ: Ich besitze nur ein großes und stabiles Dreibein-Holzstativ von der Firma Eschenbach und darauf einen Manfrotto Revolver-Kugelkopf. Diese Kombination hat früher locker eine 2 Kilo Kamera getragen. Da ganz oben drauf kam dann die Klemme für das Handy. Das Ganze wirkt und ist auch etwas überdimensioniert, aber stabil.

Gegen 21:00 machte ich die eine Aufnahme. Der Himmel war nicht so perfekt, es gab leichte Schleierwolken. Aber meine Neugier gewann die Oberhand. Das Stativ wurde in unseren Hof geschleppt, das Handy war schnell in die Klemme eingelegt, die Kamera-App gestartet und der Nachtmode eingestellt. Himmelsrichtung OSO. Und dann kam schon nach einigen Sekunden die Meldung, ich könne die Aufnahme jetzt starten.

Draufgedrückt, 4 Minuten gewartet (mit einem laufenden Kreis zur Unterhaltung), dann waren wohl die ca. 15 Aufnahmen gemacht. Und schon kam die Meldung, die Aufnahme sei fertig, ein Bild.

Die technischen Tricks vom Pixel: Mehrere Aufnahmen, gutes Stacking, Wegrechnen von problematischen Pixel, Grauton neu festlegen.

Das Bild zeigt in der Mitte Perseus, oben Teile der Cassiopeia, rechts oben das Dreieck und unterhalb des Perseus den Fuhrmann. Man erkennt Sterne bis zur Grenzgröße von ungefähr 7, also deutlich mehr als mit bloßem Auge. Für “nichts tun” ein tolles Ergebnis. Objektabstände von 10′ (Bogenminuten) sind auch gut erkennbar.

Ich werde bestimmt noch häufiger mit der Foto-App des Pixel 4a beschäftigen. Es gibt ja noch viele Sternbilder ….

Unsere Apulienreise 2021

Eine Reise mit der evangelischen Kirchengemeinde Haßloch vom Montag, 20.09. bis Mittwoch, 29.09. 2021 (Reiseleitung: Pfarrer Dr. F. Schmidt-Roscher).

Montags morgens um kurz vor 5 Uhr treffen sich 21 Personen an der Lutherkirche in Haßloch zur gemeinsamen Fahrt nach Apulien, zum Stiefelabsatz Italiens. Die meisten sind noch müde, bestimmt einige aufgeregt, alle erwartungsvoll.

Wie wird diese Reise, wer fährt alles mit, wen kennt man und dann, so eine lange Busreise, wie übersteht man die?

Der Bus ist groß, viel Platz gibt es für die Gruppe, der Busfahrer ist sehr gelassen, schon beim allerersten Verkehrshindernis noch in Haßloch. In diesen frühen Stunden wird meist geschlafen, ruhig ist es im Bus. Dann langsam erste Gespräche, erstes Lachen. Die Fahrt bis Classe bei Ravenna ist lang. Aber die dortige Basilika San Apollinare beeindruckt alle.

Santa Maria Maggiore

Am nächsten Tag geht es nochmals viele Kilometer weiter bis nach Apulien, nach Barletta am ägäischen Meer. Dazwischen immer wieder Blicke auf das Meer, herrliches Wetter, manche träumen vom Schwimmen. Der Wind am Meer in Barletta ist heftig, aber es ist sonnig, einige waten ins warme Wasser, schwimmen auch, sehr salzig ist das Wasser. Nicht ohne Grund gewinnt man in der Nähe von Barletta Meersalz. Abends spürt man dann die typische Stimmung in einer italienischen Stadt, lebhafte Geschäftigkeit!

Der Mittwoch bringt eine Umplanung, alle sind am Abend froh, dass das so war. Die Gruppe fährt zum Gargano in fast 1000 m Höhe, nach Monte Sant’Angelo, wärmende Kleidung ist nötig. Besichtigt werden die Grotte des Erzengels Michael und später dann, wieder in der Ebene (bei Manfredonia), noch zwei Kirchen aus romanischer Zeit, mancher wird still.

Donnerstags dann kommt Laura als lokale Führerin, lebhaft, fröhlich und von sehr italienischem Temperament. Sie zeigt der Gruppe Bari, “verordnet”, ganz Italienerin, eine Siesta im Bus vor dem Besuch des Castel del Monte und führt uns hervorragend. Bari und das Castel sind aber auch Höhepunkte!

Es bleibt nicht bei diesen Höhepunkten! Der Bus fährt Freitag nach Alberobello, diese Stadt der Trulli wird besichtigt und auch ein einzelner Trullo. Ob man so wohnen will? 

Tags drauf besucht unsere Reisegruppe Lecce. Diese Stadt des Barocks wirkt durch die gelben Steine hell, die barocken Kirchen sind entgegen den Erwartungen nicht überladen. Wer die nächtliche Stadtführung ausgelassen hat, bedauert das bestimmt, denn es wird von vielen Musikdarbietungen und fröhlichen Menschenmengen erzählt.

Sonntags in der Hafenstadt Otranto am ägäischen Meer sind die Bodenmosaike in der Kathedrale bewundernswert und werden eifrig fotografiert. Das wunderbare Wetter lässt ans Baden denken, aber hier ist es nicht vorgesehen. Macht nichts, es ist wunderschön hier, ebenso wie in der Hafenstadt Gallipoli am Ionischen Meer mit seiner verwinkelten Altstadt.

Nach Matera in der Basilikata, 2019 europäische Kulturhauptstadt, führt die Fahrt am Montag. Die Sassi (Höhlenwohnungen) sind berühmt, der Anblick ist toll, der neueste Bond-Film wurde teilweise dort gedreht, auch Verfilmungen von Jesu Leben entstanden in Matera. Aber auch in so einem Sasso will man heute nicht mehr leben, da sind sich alle einig. Da ist sehr viel Armut zu spüren.

Schon ist wieder Zeit für die Heimreise. Noch eine hervorragende Führung in der Kathedrale von Modena und dann, nach der Zwischenübernachtung, der Rest der langen Heimreise.

Die anfänglichen Fragen, wie kann man sie beantworten?

Knapp 4000 km Reise (mit den Fahrten in Apulien) sind sehr viel. Aber wenn der Busfahrer so gut fährt (auch rückwärts!), wenn Essen und Trinken stimmen, wenn alle so diszipliniert sind, wenn die lokalen Reiseleiterinnen (nicht nur Laura) so gut erklären, wenn unser Reiseleiter so viel weiß, sich um jeden kümmert und auch noch italienisch spricht, dann macht die Reise Freude!

Jeder hat Rücksicht auf Langsamere genommen, man hat sich gut verstanden, es wurde viel erzählt, miteinander gesprochen und gelacht. Und gesungen wurde auch, in leeren Kirchen und Krypten, auch am Hotel, jedoch nicht im Bus. Das “Dona nobis pacem” klingt schon ganz ordentlich, am Singen als Kanon muss noch etwas gefeilt werden.


Apulien ist definitiv eine Reise wert, so viele Eindrücke und Bilder sind jetzt “innerlich” und “digital” gespeichert. 

Das Storchenjahr 2021

Glücklicherweise stören sich unsere Störche nicht an den aktuellen Corona-Problemen. In “meinem” Gebiet kamen sie im Februar und Anfang März zurück. Und Ende März scheint man auch zu fleißig zu brüten.

Ich vermisse noch ein Paar auf dem Nest am Kindelsbrunnen, dafür habe ich ein neues Nest in Böhl-Iggelheim (Konrad-Adenauer-Straße) hinzubekommen. Es passt auch sehr gut in meine Radtouren. Und es hat einen interessanten Standort: oben auf der breiten Baumkrone einer Zeder (oder ist eine eine gewöhnliche Kiefer?) miten in einem Vorgarten.

Zwei neue Nester aus 2020 in Böhl-Iggelheim hat man fachmännisch zurückgebaut. Es waren unerwünschte und gefährliche Standorte. Ein Nest aus dem Vorjahr in Böhl-Iggelheim (Bahnhofstraße) steht noch leer. Das eigentlich zurückgebaute Nest an der PGRS+ in Iggelheim ist wieder vorhanden.

Der von den Stadtwerken Neustadt in NW-Geinsheim vorgenommene Nest-Umzug von einem Strommast (Geitherstraße) zu einem 50 Meter weiter entfernten Strommast mit künstlichem Nestaufbau (Böbinger Straße) wurde angenommen.

31.3.: Das Storchenpaar am Kindelsbrunnen (NW-Geinsheim) ist auch da und brütet.

Vier neue Nester sind vorhanden: Eines an der B39, Kreuzung L530, eines am Speyerbach (Fußgängerbrücke Hirtenweg), eines zwischen Haßloch und Meckenheim und ein frisch umgesiedeltes Nest in Ruppertsberg am Hofgut. Auf allen Nestern sind auch zwei Störche zu sehen. Für die Storchenkarte muss man sich noch mit einer Brut qualifizieren.

Ende April habe ich noch keinen Nachwuchs gesichtet. Es ist aber auch recht kühl und da sitzt ein Storch wohl lieber auf dem Nest und kümmert sich um Eier oder Küken.

Der erste von mir gesichtete Jungstorch in seinem Nest in Böhl-Iggelheim. 8.5.2021)

Meine Storchenkarte wird weiterhin gepflegt.

Python: Kenntnisse verbessern

Da im Moment das Freizeitangebot wegen Corona stark eingeschränkt ist, will ich diese ruhige Zeit zur Verbesserung meiner Programmierkenntnisse einsetzen.

Ich benutze weiterhin als Programmiersprache Python, Kotlin/Java hat mich nicht so recht überzeugt. Und als neues Buch habe ich mich für “Algorithmen in Python” von David Kopec entschieden (Rheinwerk-Verlag, 2020, 978-3-8326-7747-1). Im Inhaltsverzeichnis finden sich auch interessante Spiele, die mit passenden Algorithmen dann in Python programmiert werden sollen. Auf Grafik wird weitgehend verzichtet, reines Python ohne viele Erweiterungen ist angesagt. Ich selbst habe im Moment die Python-Version 3.9 mit IDLE auf meinem Windows-10-PC.

Parallel habe ich mir die IDE PyCharme installiert. Vielleicht bringt sie mir doch einige Vorteile oder hilft mir zumindest, kleine Fehler zu vermeiden. Das Anzeigen der erwarteten Syntax und passender Parameter ist ja meist hilfreich.

Relativ schnell stolperte ich im Buch über zwei nicht erwartete Probleme: Der Autor David Kopec benutzt “typing-hints” und an vielen Stellen “generische” Lösungen. Beides finde ich im Prinzip gut, aber einfacher wird das Programieren für mich damit nicht. Python ohne feste Typisierung fand ich sehr angenehm. Vielleicht bin ich auch kein typischer “moderner” Programmierer, COBOL von 1970 lässt grüßen. Ich will möglichst einfach überschaubare Probleme aus unterschiedlichen Bereichen verstehen und dann mit Python lösen.

Im Internet sehe ich mich um, wie man die Probleme mit einem anderen Ansatz hätte lösen können. Damit umgehe ich den starken “generischen” Ansatz. Und auf die “typing- hints” verzichte ich bei meinem eigenen Code weiterhin.

Folgende Themen waren für mich interessant:

  1. Spiel: Die Türme von Hanoi
  2. Spiel: Ein Labyrinth
  3. Spiel: Missionare und Kannibalen
  4. Logik: Einfärben einer Landkarte mit wenigen Farben
  5. Logik: Acht-Dame-Problem
  6. Logik: Worte in einem Buchstabengitter verstecken

Im Moment bin ich bei Graphen und versuche mich als Beispiel am eigenen Stammbaum.

Stammbäume werden oft mit Hilfe von Graphen dargestellt und die Graphentheorie liefert auch hier anwendbare Lösungen für typische Fragestellungen. Man wird allerdings ständig abgelenkt: Bei der Arbeit mit meinem Stammbaum bin ich über “dataclasses” gestolpert, “dictionaries” sind auch interessant und SQlite wäre auch wieder mal hilfreich. Die Arbeit geht einem nicht aus.

Das Folgethema “Genetische Algorithmen” ist etwas seltsam. “k-Means-Clustering” klingt auch eher lebensfern.

Zur Abwechslung schweife ich ab zur Bildverarbeitung und Objekterkennung mit Python, also zu “PIL und OpenCV”. Das Kapitel zu “Neuronalen Netzwerken” kommt aber bestimmt noch dran.

Dieser Artikel wird fortgesetzt.

Moderne Video-Kommunikation 2020

Die Corona-Ereignisse im Frühjahr 2020 führten zu einer Einschränkung der Mobilität und zu einer Reduzierung von persönlichen Kontakten. Als Ausgleich kamen immer mehr die modernen Methoden der Video-Kommunikation zum Einsatz, sowohl im geschäftlichen auch als im privaten Umfeld.

Seit vielen Jahren (spätestens seit ISDN) gab es Angebote für “Bildtelefonie”, aber die Technik war einfach zu teuer und eigentlich auch zu dürftig. Es gab auch kommerzielle, aufwendige Lösungen, die aber für den breiten Markt nicht relevant sein konnten. Die Situation änderte sich erst mit dem Aufkommen moderner Smartphones, in die ja von vornherein Kameras verbaut waren, und das quasi ohne Mehrpreis. Die heute angebotenen Geschwindigkeiten der Datenleitungen (Internet) genügten dann auch den Anforderungen der Bildübertragung.

Für Privatpertsonen gibt es seit wenigen Jahren günstige Angebote über Apps und über die beliebten Messengerdienste, die integrierte Telefonie zum Nulltarif bereit stellen. Hier ist man dann meist nur noch einen Knopfdruck von der Bildtelefonie entfernt. Man muss nur erahnen, dass diese Möglichkeit angeboten wird.

Der Boom des Homeoffice unter Corona machte den Einsatz von Konferenzsystemen notwendig. In einem üblichen Telefonat gibt es zwei Teilnehmer, in vollentwickelten Konferenzsystemen können mehrere Teilnehmer in unterschiedlichen Rollen (Gastgeber, Moderator, Sprecher, Diskussionsteilnehmer und einfach als Zuhörer) teilnehmen und dabei noch über Sonderfunktionen zusätzlich zum Livebild andere Informationen zeigen. Damit kann man übliche Besprechungen (mit Bild und Interaktion) recht gut nachbilden.

Video-Konferenz-Software war teuer, setzte auf richtige Konferenzstudios und professionelle Bedienung und Benutzung. Auch hier gibt es jetzt gute Lösungen quasi zum Nulltarif.

Wir selbst benutzen im Moment aus dem riesigen Angebot auf dem Handy die Messengerdienste “Whatsapp” und “Signal“, die Videotelefonie (auch in kleinen Gruppen) beherrschen. Auf dem PC haben wir wieder “Skype” aktiviert, ein System, welches Videotelefonie gut unterstützt. Als Konferenz- und Schulungssystem haben wir uns aus dem großen Angebot auf “Zoom” festgelegt. Hier kann man kleine Konferenzen ohne gebührenpflichtige Anmeldungen ausprobieren und durchführen. Skype und Zoom kann man natürlich auch via App vom Smartphone aus betreiben. Natürlich braucht der Partner das gleiche Programm.

Allerdings mussten wir unseren Desktop-PC um eine gute Webcam (mit Mikrofon) ergänzen. Es wurde eine Logitech C615 HD für ungefähr 100 Euro. Das Hauptproblem: Webcams sind im Moment Mangelware, da der Homeoffice-Boom anscheinend die Nachfrage unerwartet und stark erhöht hat.

Für Fernwartung, in Corona-Zeiten auch stärker nachgefragt, verwenden wir nach wie vor den “Teamviewer” bzw. “Quicksupport”.