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Das Storchenjahr 2022

Ende Februar sind fast alle Nester besetzt, auch wenn man die Störche nicht immer auf oder in der Nähe des Nests sieht. Vor der Brut ist eben der genaue Überblick etwas schwierig. Bis Mitte März sollte sich die Lage klären.

Bis Mitte März hat sich wenig geändert. Es ist weiterhin recht kühl, die Störche haben noch nicht mit der Brut begonnen und machen noch gemeinsame Tagesausflüge. Man sieht also auch tagsüber noch leere Nester.

Ende März sind über 30 Nester besetzt und man ist am Brüten.

Am 1.4./2.4./3.4 gab es einen kurzzeitigen Wintereinbruch mit viel Wind, etwas Schnee und Tagestemperaturen nur knapp über 0 Grad. Glücklicherweise sind noch alle am Brüten und damit gab es wohl keine dauerhaften Verluste.

Am 11.6. konnte ich 28 aktive Nester mit insgesamt 74 Jungstörchen zählen. Also ein gutes Jahr. Allerdings waren alle 4 Nester im Gebiet Kindelsbrunnen (Geinsheim / Gommersheim / Harthausen) total verlassen. Ich hatte diese Nester vorher mit dem Status „brütend“ in meiner Liste.

Meine Storchenkarte wird weitergeführt.

Windows 11

Unser PC mit Windows 10 gab Ende November (nach 6 Jahren Nutzung) seinen Geist auf. Ein neuer musste her. Es wurde ein Acer Laptop (Ryzen 5, 16 GB, 500GB SSD) mit Windows 10 und der Option (?) für Windows 11.

Die Daten konnten wir recht problemlos auf ein älteres Notebook (mit WIN10) übertragen und dort nach einigen Stunden weiterarbeiten. Es war nur ungewohnt langsam.

Jetzt aber mit dem neuen Laptop der Reihe nach: Nach der WIN10 Installation kam die Frage, ob er auch WIN11 installieren soll. Ich bejahte, und saß dann (eigentlich unerwartet) vor einem Windows 11 Rechner. Office war dank des Abos auch gleich installiert. Fast alles sah wie üblich aus, manche Punkte musste man etwas suchen, aber eigentlich funktionierte alles. Das Startmenü (jetzt in der Mitte) sieht wohl stark verändert aus, aber macht einem keine Probleme. Der Bereich „Einstellungen“ ist schon etwas gewöhnungsbedürftiger, vor allem, da manchmal auf die „alte“ Systemsteuerung zurückgegriffen wird.

Den Neuaufbau und die erste Spielphase habe ich mit dem „puren“ Laptop gemacht, also mit dessen Tastatur und dessen Touchpad. Ging alles problemlos. Mit OneDrive war ich ja schon halbwegs vertraut. Meine älteren Programme konnte ich problemlos installieren. Python zum Beispiel habe ich ganz einfach über den „Microsoft Store“ installiert.

Die größte Umstellung war für mich der Explorer, der jetzt ohne die großen Menübänder auskommen muss. Dafür findet man alle Grundfunktionen irgendwo in den vorhandenen Menüs versteckt oder muss sie über die rechte Maustaste aufrufen und suchen.

Das modernisierte Fenstermanagement nutze ich kaum, da ich meist immer noch eine Anwendung in einem möglichst großen Fenster betreibe. Die Snap-Layouts für die Multi-Fenster-Gestaltung finde ich für meine Arbeitsweise hilfreich.

Ungefähr zwei Wochen nach dem Ausfall des alten Rechners ging dann der neue Laptop in den „produktiven“ Betrieb. Jetzt mit einer richtigen Tastatur, einer richtigen Maus und einem richtigen Bildschirm. Und er läuft seit dieser Zeit problemlos…..

Türkentaube 2021 ff

Ende Juli fing eine Pärchen Türkentauben an, sich für das Dach von unserem Starenkasten oben am Haus zu interessieren. Sie probierten dann einige Tage auf diesem kleinen Dach ein Nest zu bauen. Aber das meiste vom Baumaterial rutschte ab und lag dann auf dem Boden. Wir sahen das Projekt als gescheitert an.

Nach unserem Kurzurlaub in Berlin, genauer am 10.8., erkannten wir dann eine brütende Taube auf dem Nest. Offensichtlich hatten sie nicht aufgegeben und waren erfolgreich. Das Nest besteht ja auch nur aus ein paar Zweigen und Ästen, sonst nichts!

Ich war bereit, den Türkentauben eine Chance zu geben. Erstens sind sie nicht gar so laut wie die anderen Taubenarten und ich freue mich immer, wenn ich ein Pärchen im Garten beobachten kann. Sie unternehmen Vieles (oder fast Alles) gemeinsam.

Am 23.8. fanden wir dann eine leere Eierschale auf dem Boden, der Form und Größe nach von einem Taubenei. Die Taube saß weiterhin stoisch auf dem Nest. Eine Fütterung konnten wir nicht beobachten. Einige Tage später konnte man dann auch die ersten Anzeichen von Taubenküken mit dem Fernglas erkennen.

Um den 30.8. waren dann die Taubeneltern nur noch selten zu sehen und die zwei Jungen gediehen prächtig. Eine Fütterung konnten wir wiederum nicht direkt beobachten. Aber verhungert sind sie definitiv nicht.

Aus der Literatur: Die ersten 6 – 8 Tage werden sie mit vorverdauter Nahrung aus dem Kropf gefüttert, dann auf feste Körnernahrung umgestellt. Die Abstände zwischen den Fütterungen sind groß. Nichts gegen den Rotschwanz, der alle paar Minuten Futter anschleppt.

Die erste Jungtaube flog am 7.9.2021 aus, die zweite einen Tag später. Vorher haben sie intensiv ihre Gefieder geputzt und auch etwas mit den Flügeln geschlagen. Den ersten Flug selbst habe ich leider nicht beobachten können. Und einen Probeflug gab es nicht ….

Das Nest ist jetzt verlassen. Mal sehen, ob ich sie noch einmal in der Nähe vom Nest sehe. Man könnte die jungen Tauben im Moment noch an der Kopfform und der Färbung von den Alttauben unterscheiden.

In der Zeit danach sahen wir weder die Alttauben noch die Jungen in der Nähe vom Nest.

Im Winter 21/22 sah man so gut wie keine der Türkentauben. Anfang März 22 konnte man die ersten Paare wieder sehen und hören. Keine Ahnung, wo sie im Winter waren. Wir lassen das Nest einfach mal ungestört bestehen.

Am 19.3.22 war dann „plötzlich“ eine Türkentaube auf dem alten Nest am Brüten. Am 1.4. fand ich Eierschalenreste und leider auch ein totes Küken unter dem Nest. Am 14.4. ist das Nest verlassen. Dazwischen konnte man ein Taubenküken sehen. Ein wichtiger Unterschied zum Herbst: Diesmal konnten wir häufiger die Türkentauben (auch paarweise) in der Umgebung sehen. Am 18.4. wird schon wieder gebrütet, und am 17.5. sind die beiden Jungen ausgeflogen. Und jetzt am 24.6. sind wieder zwei Junge ausgeflogen.

Ein Astro-Foto mit dem Google Pixel 4a

Da ich im Moment einen Vortrag zum Thema „Fotografie mit dem Smartphone“ vorbereite, kam ich auf die Idee, mal die Astro-Foto-Funktion im Google Pixel 4a auszuprobieren.

Das Prinzip ist einfach: Smartphone auf ein Stativ stellen, auslösen, ein paar Minuten warten und das Foto vom Himmel ist fertig.

Zuerst das Stativ: Ich besitze nur ein großes und stabiles Dreibein-Holzstativ von der Firma Eschenbach und darauf einen Manfrotto Revolver-Kugelkopf. Diese Kombination hat früher locker eine 2 Kilo Kamera getragen. Da ganz oben drauf kam dann die Klemme für das Handy. Das Ganze wirkt und ist auch etwas überdimensioniert, aber stabil.

Gegen 21:00 machte ich die eine Aufnahme. Der Himmel war nicht so perfekt, es gab leichte Schleierwolken. Aber meine Neugier gewann die Oberhand. Das Stativ wurde in unseren Hof geschleppt, das Handy war schnell in die Klemme eingelegt, die Kamera-App gestartet und der Nachtmode eingestellt. Himmelsrichtung OSO. Und dann kam schon nach einigen Sekunden die Meldung, ich könne die Aufnahme jetzt starten.

Draufgedrückt, 4 Minuten gewartet (mit einem laufenden Kreis zur Unterhaltung), dann waren wohl die ca. 15 Aufnahmen gemacht. Und schon kam die Meldung, die Aufnahme sei fertig, ein Bild.

Die technischen Tricks vom Pixel: Mehrere Aufnahmen, gutes Stacking, Wegrechnen von problematischen Pixel, Grauton neu festlegen.

Das Bild zeigt in der Mitte Perseus, oben Teile der Cassiopeia, rechts oben das Dreieck und unterhalb des Perseus den Fuhrmann. Man erkennt Sterne bis zur Grenzgröße von ungefähr 7, also deutlich mehr als mit bloßem Auge. Für „nichts tun“ ein tolles Ergebnis. Objektabstände von 10′ (Bogenminuten) sind auch gut erkennbar.

Ich werde bestimmt noch häufiger mit der Foto-App des Pixel 4a beschäftigen. Es gibt ja noch viele Sternbilder ….

Unsere Apulienreise 2021

Eine Reise mit der evangelischen Kirchengemeinde Haßloch vom Montag, 20.09. bis Mittwoch, 29.09. 2021 (Reiseleitung: Pfarrer Dr. F. Schmidt-Roscher).

Montags morgens um kurz vor 5 Uhr treffen sich 21 Personen an der Lutherkirche in Haßloch zur gemeinsamen Fahrt nach Apulien, zum Stiefelabsatz Italiens. Die meisten sind noch müde, bestimmt einige aufgeregt, alle erwartungsvoll.

Wie wird diese Reise, wer fährt alles mit, wen kennt man und dann, so eine lange Busreise, wie übersteht man die?

Der Bus ist groß, viel Platz gibt es für die Gruppe, der Busfahrer ist sehr gelassen, schon beim allerersten Verkehrshindernis noch in Haßloch. In diesen frühen Stunden wird meist geschlafen, ruhig ist es im Bus. Dann langsam erste Gespräche, erstes Lachen. Die Fahrt bis Classe bei Ravenna ist lang. Aber die dortige Basilika San Apollinare beeindruckt alle.

Santa Maria Maggiore

Am nächsten Tag geht es nochmals viele Kilometer weiter bis nach Apulien, nach Barletta am ägäischen Meer. Dazwischen immer wieder Blicke auf das Meer, herrliches Wetter, manche träumen vom Schwimmen. Der Wind am Meer in Barletta ist heftig, aber es ist sonnig, einige waten ins warme Wasser, schwimmen auch, sehr salzig ist das Wasser. Nicht ohne Grund gewinnt man in der Nähe von Barletta Meersalz. Abends spürt man dann die typische Stimmung in einer italienischen Stadt, lebhafte Geschäftigkeit!

Der Mittwoch bringt eine Umplanung, alle sind am Abend froh, dass das so war. Die Gruppe fährt zum Gargano in fast 1000 m Höhe, nach Monte Sant’Angelo, wärmende Kleidung ist nötig. Besichtigt werden die Grotte des Erzengels Michael und später dann, wieder in der Ebene (bei Manfredonia), noch zwei Kirchen aus romanischer Zeit, mancher wird still.

Donnerstags dann kommt Laura als lokale Führerin, lebhaft, fröhlich und von sehr italienischem Temperament. Sie zeigt der Gruppe Bari, „verordnet“, ganz Italienerin, eine Siesta im Bus vor dem Besuch des Castel del Monte und führt uns hervorragend. Bari und das Castel sind aber auch Höhepunkte!

Es bleibt nicht bei diesen Höhepunkten! Der Bus fährt Freitag nach Alberobello, diese Stadt der Trulli wird besichtigt und auch ein einzelner Trullo. Ob man so wohnen will? 

Tags drauf besucht unsere Reisegruppe Lecce. Diese Stadt des Barocks wirkt durch die gelben Steine hell, die barocken Kirchen sind entgegen den Erwartungen nicht überladen. Wer die nächtliche Stadtführung ausgelassen hat, bedauert das bestimmt, denn es wird von vielen Musikdarbietungen und fröhlichen Menschenmengen erzählt.

Sonntags in der Hafenstadt Otranto am ägäischen Meer sind die Bodenmosaike in der Kathedrale bewundernswert und werden eifrig fotografiert. Das wunderbare Wetter lässt ans Baden denken, aber hier ist es nicht vorgesehen. Macht nichts, es ist wunderschön hier, ebenso wie in der Hafenstadt Gallipoli am Ionischen Meer mit seiner verwinkelten Altstadt.

Nach Matera in der Basilikata, 2019 europäische Kulturhauptstadt, führt die Fahrt am Montag. Die Sassi (Höhlenwohnungen) sind berühmt, der Anblick ist toll, der neueste Bond-Film wurde teilweise dort gedreht, auch Verfilmungen von Jesu Leben entstanden in Matera. Aber auch in so einem Sasso will man heute nicht mehr leben, da sind sich alle einig. Da ist sehr viel Armut zu spüren.

Schon ist wieder Zeit für die Heimreise. Noch eine hervorragende Führung in der Kathedrale von Modena und dann, nach der Zwischenübernachtung, der Rest der langen Heimreise.

Die anfänglichen Fragen, wie kann man sie beantworten?

Knapp 4000 km Reise (mit den Fahrten in Apulien) sind sehr viel. Aber wenn der Busfahrer so gut fährt (auch rückwärts!), wenn Essen und Trinken stimmen, wenn alle so diszipliniert sind, wenn die lokalen Reiseleiterinnen (nicht nur Laura) so gut erklären, wenn unser Reiseleiter so viel weiß, sich um jeden kümmert und auch noch italienisch spricht, dann macht die Reise Freude!

Jeder hat Rücksicht auf Langsamere genommen, man hat sich gut verstanden, es wurde viel erzählt, miteinander gesprochen und gelacht. Und gesungen wurde auch, in leeren Kirchen und Krypten, auch am Hotel, jedoch nicht im Bus. Das „Dona nobis pacem“ klingt schon ganz ordentlich, am Singen als Kanon muss noch etwas gefeilt werden.


Apulien ist definitiv eine Reise wert, so viele Eindrücke und Bilder sind jetzt „innerlich“ und „digital“ gespeichert. 

Das Storchenjahr 2021

Glücklicherweise stören sich unsere Störche nicht an den aktuellen Corona-Problemen. In „meinem“ Gebiet kamen sie im Februar und Anfang März zurück. Und Ende März scheint man auch zu fleißig zu brüten.

Ich vermisse noch ein Paar auf dem Nest am Kindelsbrunnen, dafür habe ich ein neues Nest in Böhl-Iggelheim (Konrad-Adenauer-Straße) hinzubekommen. Es passt auch sehr gut in meine Radtouren. Und es hat einen interessanten Standort: oben auf der breiten Baumkrone einer Zeder (oder ist eine eine gewöhnliche Kiefer?) miten in einem Vorgarten.

Zwei neue Nester aus 2020 in Böhl-Iggelheim hat man fachmännisch zurückgebaut. Es waren unerwünschte und gefährliche Standorte. Ein Nest aus dem Vorjahr in Böhl-Iggelheim (Bahnhofstraße) steht noch leer. Das eigentlich zurückgebaute Nest an der PGRS+ in Iggelheim ist wieder vorhanden.

Der von den Stadtwerken Neustadt in NW-Geinsheim vorgenommene Nest-Umzug von einem Strommast (Geitherstraße) zu einem 50 Meter weiter entfernten Strommast mit künstlichem Nestaufbau (Böbinger Straße) wurde angenommen.

31.3.: Das Storchenpaar am Kindelsbrunnen (NW-Geinsheim) ist auch da und brütet.

Vier neue Nester sind vorhanden: Eines an der B39, Kreuzung L530, eines am Speyerbach (Fußgängerbrücke Hirtenweg), eines zwischen Haßloch und Meckenheim und ein frisch umgesiedeltes Nest in Ruppertsberg am Hofgut. Auf allen Nestern sind auch zwei Störche zu sehen. Für die Storchenkarte muss man sich noch mit einer Brut qualifizieren.

Ende April habe ich noch keinen Nachwuchs gesichtet. Es ist aber auch recht kühl und da sitzt ein Storch wohl lieber auf dem Nest und kümmert sich um Eier oder Küken.

Der erste von mir gesichtete Jungstorch in seinem Nest in Böhl-Iggelheim. 8.5.2021)

Meine Storchenkarte wird weiterhin gepflegt.

Python: Kenntnisse verbessern

Da im Moment das Freizeitangebot wegen Corona stark eingeschränkt ist, will ich diese ruhige Zeit zur Verbesserung meiner Programmierkenntnisse einsetzen.

Ich benutze weiterhin als Programmiersprache Python, Kotlin/Java hat mich nicht so recht überzeugt. Und als neues Buch habe ich mich für „Algorithmen in Python“ von David Kopec entschieden (Rheinwerk-Verlag, 2020, 978-3-8326-7747-1). Im Inhaltsverzeichnis finden sich auch interessante Spiele, die mit passenden Algorithmen dann in Python programmiert werden sollen. Auf Grafik wird weitgehend verzichtet, reines Python ohne viele Erweiterungen ist angesagt. Ich selbst habe im Moment die Python-Version 3.9 mit IDLE auf meinem Windows-10-PC.

Parallel habe ich mir die IDE PyCharme installiert. Vielleicht bringt sie mir doch einige Vorteile oder hilft mir zumindest, kleine Fehler zu vermeiden. Das Anzeigen der erwarteten Syntax und passender Parameter ist ja meist hilfreich.

Relativ schnell stolperte ich im Buch über zwei nicht erwartete Probleme: Der Autor David Kopec benutzt „typing-hints“ und an vielen Stellen „generische“ Lösungen. Beides finde ich im Prinzip gut, aber einfacher wird das Programieren für mich damit nicht. Python ohne feste Typisierung fand ich sehr angenehm. Vielleicht bin ich auch kein typischer „moderner“ Programmierer, COBOL von 1970 lässt grüßen. Ich will möglichst einfach überschaubare Probleme aus unterschiedlichen Bereichen verstehen und dann mit Python lösen.

Im Internet sehe ich mich um, wie man die Probleme mit einem anderen Ansatz hätte lösen können. Damit umgehe ich den starken „generischen“ Ansatz. Und auf die „typing- hints“ verzichte ich bei meinem eigenen Code weiterhin.

Folgende Themen waren für mich interessant:

  1. Spiel: Die Türme von Hanoi
  2. Spiel: Ein Labyrinth
  3. Spiel: Missionare und Kannibalen
  4. Logik: Einfärben einer Landkarte mit wenigen Farben
  5. Logik: Acht-Dame-Problem
  6. Logik: Worte in einem Buchstabengitter verstecken

Im Moment bin ich bei Graphen und versuche mich als Beispiel am eigenen Stammbaum.

Stammbäume werden oft mit Hilfe von Graphen dargestellt und die Graphentheorie liefert auch hier anwendbare Lösungen für typische Fragestellungen. Man wird allerdings ständig abgelenkt: Bei der Arbeit mit meinem Stammbaum bin ich über „dataclasses“ gestolpert, „dictionaries“ sind auch interessant und SQlite wäre auch wieder mal hilfreich. Die Arbeit geht einem nicht aus.

Das Folgethema „Genetische Algorithmen“ ist etwas seltsam. „k-Means-Clustering“ klingt auch eher lebensfern.

Zur Abwechslung schweife ich ab zur Bildverarbeitung und Objekterkennung mit Python, also zu „PIL und OpenCV“. Das Kapitel zu „Neuronalen Netzwerken“ kommt aber bestimmt noch dran.

Dieser Artikel wird fortgesetzt.

Moderne Video-Kommunikation 2020

Die Corona-Ereignisse im Frühjahr 2020 führten zu einer Einschränkung der Mobilität und zu einer Reduzierung von persönlichen Kontakten. Als Ausgleich kamen immer mehr die modernen Methoden der Video-Kommunikation zum Einsatz, sowohl im geschäftlichen auch als im privaten Umfeld.

Seit vielen Jahren (spätestens seit ISDN) gab es Angebote für „Bildtelefonie“, aber die Technik war einfach zu teuer und eigentlich auch zu dürftig. Es gab auch kommerzielle, aufwendige Lösungen, die aber für den breiten Markt nicht relevant sein konnten. Die Situation änderte sich erst mit dem Aufkommen moderner Smartphones, in die ja von vornherein Kameras verbaut waren, und das quasi ohne Mehrpreis. Die heute angebotenen Geschwindigkeiten der Datenleitungen (Internet) genügten dann auch den Anforderungen der Bildübertragung.

Für Privatpertsonen gibt es seit wenigen Jahren günstige Angebote über Apps und über die beliebten Messengerdienste, die integrierte Telefonie zum Nulltarif bereit stellen. Hier ist man dann meist nur noch einen Knopfdruck von der Bildtelefonie entfernt. Man muss nur erahnen, dass diese Möglichkeit angeboten wird.

Der Boom des Homeoffice unter Corona machte den Einsatz von Konferenzsystemen notwendig. In einem üblichen Telefonat gibt es zwei Teilnehmer, in vollentwickelten Konferenzsystemen können mehrere Teilnehmer in unterschiedlichen Rollen (Gastgeber, Moderator, Sprecher, Diskussionsteilnehmer und einfach als Zuhörer) teilnehmen und dabei noch über Sonderfunktionen zusätzlich zum Livebild andere Informationen zeigen. Damit kann man übliche Besprechungen (mit Bild und Interaktion) recht gut nachbilden.

Video-Konferenz-Software war teuer, setzte auf richtige Konferenzstudios und professionelle Bedienung und Benutzung. Auch hier gibt es jetzt gute Lösungen quasi zum Nulltarif.

Wir selbst benutzen im Moment aus dem riesigen Angebot auf dem Handy die Messengerdienste „Whatsapp“ und „Signal„, die Videotelefonie (auch in kleinen Gruppen) beherrschen. Auf dem PC haben wir wieder „Skype“ aktiviert, ein System, welches Videotelefonie gut unterstützt. Als Konferenz- und Schulungssystem haben wir uns aus dem großen Angebot auf „Zoom“ festgelegt. Hier kann man kleine Konferenzen ohne gebührenpflichtige Anmeldungen ausprobieren und durchführen. Skype und Zoom kann man natürlich auch via App vom Smartphone aus betreiben. Natürlich braucht der Partner das gleiche Programm.

Allerdings mussten wir unseren Desktop-PC um eine gute Webcam (mit Mikrofon) ergänzen. Es wurde eine Logitech C615 HD für ungefähr 100 Euro. Das Hauptproblem: Webcams sind im Moment Mangelware, da der Homeoffice-Boom anscheinend die Nachfrage unerwartet und stark erhöht hat.

Für Fernwartung, in Corona-Zeiten auch stärker nachgefragt, verwenden wir nach wie vor den „Teamviewer“ bzw. „Quicksupport“.

Fahrradtour „Moselquelle bis Metz“

Los ging es mit 26 Radlern um 6:30 bei Pfadt-Reisen in Germersheim. Der Bus fuhr über Straßburg, die elsässische Weinstraße und die Skigebiete der hohen Vogesen nach Bussong zur Moselquelle. Der Weg war nicht unbedingst so geplant, aber schön. Auch Verkehrsstörungen haben manchmal ihr Gutes.

Dann starteten wir an der jungen Mosel (von einem mickrigen Rinnsal bis zu einem Bach) und fuhren abwärts bis nach Remiremont. Die Fahrradstrecke verläuft auf einer stillgelegten Bahntrasse und ist in einem sehr guten Zustand. Motto: Radfahren ohne Arbeit.

Der Bus brachte uns dann nach Épinal in unser Hotel. Dort konnte man duschen und dann ging es schon zum Abendessen, denn wir hatten ja eine Reise mit Halbpension gebucht. Das Essen war wirklich gut. Allerdings war es dann 21:00, bevor man einen kurzen Gang durch Épinal machen konnten, über eine Kanustrecke und über die Mosel in Richtung Altstadt.

Der zweite Tag führte uns dann von Les Forges d’Uzemain am „Canal des Vosges“ entlang nach Le Friche Porel. Erst an den Schleusen aufwärts, dann die Schleusenreihe bei Golbay abwärts parallel zur Mosel. Auch eine Kanalbrücke (über die Mosel) konnten wir bestaunen. Nur Wasser und folglich auch Boote gab es wenig. Das Nachzählen im Internet ergab 52 (?) Schleusen.



Unser Hotel war an diesem und am folgenden Abend in Nancy.
Wir hatten vor dem Abendessen Zeit für einen kurzen Stadtbummel, und nach dem Essen war nochmals bummeln angesagt. Es gab einen schöne Innenstadt mit Jugendstilhäusern und natürlich den „Place Stanislas“ mit seinen Gebäuden, Brunnen und goldenen Toren. Trotz Corona waren abends die Außentische der Lokale gut besetzt.

Am dritten Tag ging es dann von Nancy aus Richtung Metz. Erst war es die Meurthe, später dann nach dem Zusammenfluss wieder die Mosel, die uns bis Metz begleitete. Hier gab es auch reichlich Wasser, richtige Schiffe, eine römisches Viadukt und in der Umgebung von Metz auch Sport- und Hausboote.
Der Stadtbummel in Metz fiel etwas kürzer aus, denn eine Bank an der Mosel mit Stadtblick war auch nicht zu verachten.

Am letzten Tag starteten wir in Toul (Festungbaumeister: Vauban) an der Mosel, an diversen Kanälen entlang nach Nancy. Dabei berührten wir auch den Rhein-Marne-Kanal, der einen richtig aktiven Schiffsverkehr aufweist. Bei Interesse an dem verzwickten Kanalsystem siehe „Voies navigables de France“ (VNF). Diese Gesellschaft ist für das französche Kanalsystem zuständig.

Die Rückfahrt führte uns von Nancy über die französischen Autobahnen Richtung Straßburg / Elsaß und dann wieder nach Germersheim. Es waren insgesamt 210 sehr schöne Radkilometer bei idealem Radwetter, kein Regen und tagsüber so bei 25°. Wir lernten eine Gegend kennen, die uns vorher fast unbekannt war.

Komet C/2020 F3 (NEOWISE)

Endlich wieder einmal ein richtiger Komet mit einem schönen Schweif und das ganze auch noch mit bloßem Auge sichtbar. So eine Überraschung freut einen.

Am Samstag (18.07.20) Abend nach 23:00 ging es dann zu einem Beobachtungsplatz mit guter Nordsicht, nachdem ich NEOWISE bereits von unserem Haus aus mit dem Fernglas finden konnte. Wir waren nicht die Einzigen, die zu diesem Zeitpunkt mit mit Foto und Fernglas unterwegs waren. Die Berichterstattung in der „Rheinpfalz“ war gut und hatte bei vielen die Lust am eigenen Sehen geweckt.

Wir fanden ihn mit Hilfe des „Großen Wagens“, der Himmelsrichtung NNW und der Höhe von 15° über dem Horizont sehr leicht. Vom rechten unteren Stern im Großen Wagen über „The UMa“ und schon konnte man NEOWISE direkt bei „Iot UMa“ nicht mehr übersehen. Im 8*42-Fernglas ein toller Anblick.

Am Sonntag haben wir dann ungefähr zur gleichen Zeit die Beobachtung wiederholen können. Der Komet war in diesen 24 Stunden ca. 4° weiter gewandert. Der Anblick war weiterhin toll.

Die Beweisbilder (bitte anklicken, dann sieht man mehr!):

So ein schöner Komet könnte öfters vorbei kommen ….

Nachtrag: Am 30.7. konnten wir gegen 23:00 den Kometen nochmals bei klarem Himmel (aber 3/4-Mond) im Sternbild „Haar der Berenike“ mit dem Fernglas nochmals sehen. Auch das Sternbild selbst war im Fernglas ein schönes Objekt.