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Urlaub an der Müritz

Wie kamen wir zur Müritz? Wir wollten Rad fahren und suchten nach einem neuen Gebiet. Die Müritz kannten wir noch nicht, aber wir wussten: dort kann man auch Rad fahren. Und die Kombination Rad fahren, Wasser und leicht welliges Geländes abseits der Haupt-Touristen-Ströme sagte uns schnell zu. Und aus der erst anvisierten Müritz-Rundtour wurde dann ein 7-tägiger Hotelaufenthalt mit gemieteten E-Bikes vor Ort. Das klang gut. Und so buchten wir Mitte März das Hotel “Gutshaus Ludorf” in Ludorf bei Röbel an der Müritz.

Unser Hotel war auch früher wirklich ein großes Gutshaus, wir wohnten im “Verwalterhaus” und hatten dort ein sehr schönes Zimmer, eher waren es schon zwei Räume. Zum Haupthaus waren es 50 Meter über die Anfahrt, dort gab es auch morgens das Frühstück. Der Service war gut, man fand immer einen Ansprechpartner. Zum See waren es ca. 1000 Meter, erst durch den gutseigenen Park mit alten Bäumen und dann (die zweite Hälfte) über einen kleinen Fahrweg. Dann war man an dem kleinen Hafen mit einem Badestrand, der aber sehr grobkiesig war. Also zum Reingehen und Schwimmen nicht so ideal. Aber man hatte einen ungestörten Blick auf die Müritz Richtung Nord und Ost. Bootsbetrieb war immer.

Das Restaurant vom “Gutshaus” war mit ein Grund für die Hotelwahl, allerdings konnten wir das nur am ersten Abend genießen. Dann wurde es wegen Personalmangel nur in einem Notbetrieb weitergeführt. Wir hatten uns vorher schon ab und zu die jeweils aktuelle Abendkarte angesehen. Das Konzept: Nur mit Anmeldung und nur eine kleine, täglich wechselnde Karte, die man dann bis zu einem 5-Gang-Menü ausnutzen konnte. Schade.

Das Gebiet der Mecklenburger Seenplatte (und dazu gehört auch die Müritz) war uns fremd. Es lohnt sich aber, dieses Gebiet einmal intensiv zu bereisen. Eigentlich sind es ja eher die vielen kleinen Seen, die den Namen ergeben. Es ist eine offene Landschaft mit Wasser, Äckern und kleineren Wäldern in einem leicht welligen Gelände. Wenn es nicht über 700 km dorthin wären, würde uns die Müritz wahrscheinlich öfter sehen. Die Gegend ist ansonsten recht leer, die Dörfer sind eher sehr klein.

Städte in unserem Sinne gibt es eher nicht. Die größte Stadt ist Waren mit 21 Tsd. Einwohnern ungefähr so groß wie Haßloch, allerdings durch den Tourismus und den Hafen sehr belebt. Wir haben uns deshalb auch nicht lange in Waren aufgehalten.
Röbel (5 Tsd. Einwohner) war unsere Stadt: nur 5 Km von Ludorf entfernt und hatte alles, was so der Urlauber braucht. Der Tourismus hielt sich in Grenzen, obwohl ein Hafen (Motor- und Segelboote) vorhanden ist. Hier gibt es auch ein größeres gut aussehendes Schwimmbad am See.
Malchow (7 Tsd. Einwohner) ist ein kleines Städtchen, teils auf einer Insel teils auf dem Land, mit interessanten Verkehrsverbindungen und schönen Häusern.
Plau (am Plauer See, 6 Tsd. Einwohner) war für uns schon etwas weiter entfernt, aber die Fahrt war es wert. Auch das ein schönes Städtchen mit interessanten Wasserwegen drumherum. Jetzt kennen wir auch den Ursprung der Elde, die als Müritz-Elde-Wasserstraße (immerhin eine Bundeswasserstraße) bis zur Elbe führt. Allerdings sahen wir nur Sportboote und Paddler.

In Röbel, Mirow und Plau nahm ich die Gelegenheit war, die Kirchtürme zu besteigen. Und zum Abschluss (in Berlin) bin ich auch hoch zur Gold-Else (Siegessäule). Damit hatte ich auch meine Höhenausflüge. Überall waren es die Stufen wert.

Unsere erste Radtour ging von Ludorf nach Mirow und zurück. Schönes Wetter, wenig Wind und eine angenehme Temperatur ermöglichten einen guten Einstieg in den Radurlaub. Und auf dieser Strecke waren die Wege Spitze.
Die zweite Tour führte von Ludorf an der Müritz entlang über Röbel nach Sietow Dorf und dann etwas westlich davon über kleine Dörfer zurück. Auch hier waren die Wege gut.
Am dritten Tag war es sehr heiß, ich wollte aber trotzdem radeln. Andrea begleitete mich die ersten 10 Kilometer bis nach Vipperow und kehrte dann um, ich radelte nach Süden weiter und lernte dabei die kleinen Dörfer westlich von Mirow kennen. Dort waren dann mehrere kleine Seen, eigentlich das typische Bild einer Seenplatte. Die Wege waren hier nicht immer befestigt, es gab Wirtschaftswege mit Sand und Kies. Für mich ein interessanter Ausflug.

Bei unseren Ausflügen konnten wir sehr viele kleine alte Dorfkirchen in sehr unterschiedlichen Bauweisen (Holz, Fachwerk, Feldstein, Mauerwerk) anschauen. Fast immer war ein Aushang da, wann der nächste Gottesdienst stattfindet.
Dank der Aktion “Offene Kirche” konnte man die meisten auch besichtigen.
Und hier fanden wir solche Kirchen:

  • Ludorf
  • Zielow
  • Vipperow
  • Lärz
  • Sietow Dorf
  • Lexow
  • Zislow
  • Alt Gaarz
  • Krümmel
  • Sewekow
  • Buchholz
  • Priborn

Natur gab es auch. Neben der schönen Landschaft und dem vielen Wasser waren es zwei Nester vom Fischadler (der allerdings kein richtiger Adler ist, gehört eher zu den Habichtartigen) zu bestaunen. Die Jungen ließen sich noch füttern und waren eigentlich immer auf dem Nest sichtbar. Und an der “kleinen Müritz” bei Vipperow konnte man auch den Fischadler regelmäßig beim Fliegen beobachten.

Am ersten Tag konnten wir am Hafen von Ludorf Schwalben sehr nah beobachten. Auf den Wiesen im Umfeld von Ludorf sahen wir Kraniche bei der Futtersuche. Sie sehen schon schön aus mit ihrem rot gezeichneten Kopf und dem “buschigen” Schwanz. Und das Dritte waren ziehende Gänse, die ihre Keil-Formation einnahmen und sich auch deutlich hörbar unterhielten.

Das Storchenjahr 2022

Ende Februar sind fast alle Nester besetzt, auch wenn man die Störche nicht immer auf oder in der Nähe des Nests sieht. Vor der Brut ist eben der genaue Überblick etwas schwierig. Bis Mitte März sollte sich die Lage klären.

Bis Mitte März hat sich wenig geändert. Es ist weiterhin recht kühl, die Störche haben noch nicht mit der Brut begonnen und machen noch gemeinsame Tagesausflüge. Man sieht also auch tagsüber noch leere Nester.

Ende März sind über 30 Nester besetzt und man ist am Brüten.

Am 1.4./2.4./3.4 gab es einen kurzzeitigen Wintereinbruch mit viel Wind, etwas Schnee und Tagestemperaturen nur knapp über 0 Grad. Glücklicherweise sind noch alle am Brüten und damit gab es wohl keine dauerhaften Verluste.

Am 11.6. konnte ich 28 aktive Nester mit insgesamt 74 Jungstörchen zählen. Also ein gutes Jahr. Allerdings waren alle 4 Nester im Gebiet Kindelsbrunnen (Geinsheim / Gommersheim / Harthausen) total verlassen. Ich hatte diese Nester vorher mit dem Status “brütend” in meiner Liste. Anfang Juli fängt man mit den ersten Flugversuchen an.

Meine Storchenkarte wird weitergeführt.

Türkentaube 2021 ff

Ende Juli fing eine Pärchen Türkentauben an, sich für das Dach von unserem Starenkasten oben am Haus zu interessieren. Sie probierten dann einige Tage auf diesem kleinen Dach ein Nest zu bauen. Aber das meiste vom Baumaterial rutschte ab und lag dann auf dem Boden. Wir sahen das Projekt als gescheitert an.

Nach unserem Kurzurlaub in Berlin, genauer am 10.8., erkannten wir dann eine brütende Taube auf dem Nest. Offensichtlich hatten sie nicht aufgegeben und waren erfolgreich. Das Nest besteht ja auch nur aus ein paar Zweigen und Ästen, sonst nichts!

Ich war bereit, den Türkentauben eine Chance zu geben. Erstens sind sie nicht gar so laut wie die anderen Taubenarten und ich freue mich immer, wenn ich ein Pärchen im Garten beobachten kann. Sie unternehmen Vieles (oder fast Alles) gemeinsam.

Am 23.8. fanden wir dann eine leere Eierschale auf dem Boden, der Form und Größe nach von einem Taubenei. Die Taube saß weiterhin stoisch auf dem Nest. Eine Fütterung konnten wir nicht beobachten. Einige Tage später konnte man dann auch die ersten Anzeichen von Taubenküken mit dem Fernglas erkennen.

Um den 30.8. waren dann die Taubeneltern nur noch selten zu sehen und die zwei Jungen gediehen prächtig. Eine Fütterung konnten wir wiederum nicht direkt beobachten. Aber verhungert sind sie definitiv nicht.

Aus der Literatur: Die ersten 6 – 8 Tage werden sie mit vorverdauter Nahrung aus dem Kropf gefüttert, dann auf feste Körnernahrung umgestellt. Die Abstände zwischen den Fütterungen sind groß. Nichts gegen den Rotschwanz, der alle paar Minuten Futter anschleppt.

Die erste Jungtaube flog am 7.9.2021 aus, die zweite einen Tag später. Vorher haben sie intensiv ihre Gefieder geputzt und auch etwas mit den Flügeln geschlagen. Den ersten Flug selbst habe ich leider nicht beobachten können. Und einen Probeflug gab es nicht ….

Das Nest ist jetzt verlassen. Mal sehen, ob ich sie noch einmal in der Nähe vom Nest sehe. Man könnte die jungen Tauben im Moment noch an der Kopfform und der Färbung von den Alttauben unterscheiden.

In der Zeit danach sahen wir weder die Alttauben noch die Jungen in der Nähe vom Nest.

Im Winter 21/22 sah man so gut wie keine der Türkentauben. Anfang März 22 konnte man die ersten Paare wieder sehen und hören. Keine Ahnung, wo sie im Winter waren. Wir lassen das Nest einfach mal ungestört bestehen.

Am 19.3.22 war dann “plötzlich” eine Türkentaube auf dem alten Nest am Brüten. Am 1.4. fand ich Eierschalenreste und leider auch ein totes Küken unter dem Nest. Am 14.4. ist das Nest verlassen. Dazwischen konnte man ein Taubenküken sehen. Ein wichtiger Unterschied zum Herbst: Diesmal konnten wir häufiger die Türkentauben (auch paarweise) in der Umgebung sehen. Am 18.4. wird schon wieder gebrütet, und am 17.5. sind die beiden Jungen ausgeflogen. Und jetzt am 24.6. sind wieder zwei Junge ausgeflogen. Eine Sommerpause, und am 28.8. sind wieder 2 Junge ausgeflogen.

Ein Astro-Foto mit dem Google Pixel 4a

Da ich im Moment einen Vortrag zum Thema “Fotografie mit dem Smartphone” vorbereite, kam ich auf die Idee, mal die Astro-Foto-Funktion im Google Pixel 4a auszuprobieren.

Das Prinzip ist einfach: Smartphone auf ein Stativ stellen, auslösen, ein paar Minuten warten und das Foto vom Himmel ist fertig.

Zuerst das Stativ: Ich besitze nur ein großes und stabiles Dreibein-Holzstativ von der Firma Eschenbach und darauf einen Manfrotto Revolver-Kugelkopf. Diese Kombination hat früher locker eine 2 Kilo Kamera getragen. Da ganz oben drauf kam dann die Klemme für das Handy. Das Ganze wirkt und ist auch etwas überdimensioniert, aber stabil.

Gegen 21:00 machte ich die eine Aufnahme. Der Himmel war nicht so perfekt, es gab leichte Schleierwolken. Aber meine Neugier gewann die Oberhand. Das Stativ wurde in unseren Hof geschleppt, das Handy war schnell in die Klemme eingelegt, die Kamera-App gestartet und der Nachtmode eingestellt. Himmelsrichtung OSO. Und dann kam schon nach einigen Sekunden die Meldung, ich könne die Aufnahme jetzt starten.

Draufgedrückt, 4 Minuten gewartet (mit einem laufenden Kreis zur Unterhaltung), dann waren wohl die ca. 15 Aufnahmen gemacht. Und schon kam die Meldung, die Aufnahme sei fertig, ein Bild.

Die technischen Tricks vom Pixel: Mehrere Aufnahmen, gutes Stacking, Wegrechnen von problematischen Pixel, Grauton neu festlegen.

Das Bild zeigt in der Mitte Perseus, oben Teile der Cassiopeia, rechts oben das Dreieck und unterhalb des Perseus den Fuhrmann. Man erkennt Sterne bis zur Grenzgröße von ungefähr 7, also deutlich mehr als mit bloßem Auge. Für “nichts tun” ein tolles Ergebnis. Objektabstände von 10′ (Bogenminuten) sind auch gut erkennbar.

Ich werde bestimmt noch häufiger mit der Foto-App des Pixel 4a beschäftigen. Es gibt ja noch viele Sternbilder ….

Das Storchenjahr 2021

Glücklicherweise stören sich unsere Störche nicht an den aktuellen Corona-Problemen. In “meinem” Gebiet kamen sie im Februar und Anfang März zurück. Und Ende März scheint man auch zu fleißig zu brüten.

Ich vermisse noch ein Paar auf dem Nest am Kindelsbrunnen, dafür habe ich ein neues Nest in Böhl-Iggelheim (Konrad-Adenauer-Straße) hinzubekommen. Es passt auch sehr gut in meine Radtouren. Und es hat einen interessanten Standort: oben auf der breiten Baumkrone einer Zeder (oder ist eine eine gewöhnliche Kiefer?) miten in einem Vorgarten.

Zwei neue Nester aus 2020 in Böhl-Iggelheim hat man fachmännisch zurückgebaut. Es waren unerwünschte und gefährliche Standorte. Ein Nest aus dem Vorjahr in Böhl-Iggelheim (Bahnhofstraße) steht noch leer. Das eigentlich zurückgebaute Nest an der PGRS+ in Iggelheim ist wieder vorhanden.

Der von den Stadtwerken Neustadt in NW-Geinsheim vorgenommene Nest-Umzug von einem Strommast (Geitherstraße) zu einem 50 Meter weiter entfernten Strommast mit künstlichem Nestaufbau (Böbinger Straße) wurde angenommen.

31.3.: Das Storchenpaar am Kindelsbrunnen (NW-Geinsheim) ist auch da und brütet.

Vier neue Nester sind vorhanden: Eines an der B39, Kreuzung L530, eines am Speyerbach (Fußgängerbrücke Hirtenweg), eines zwischen Haßloch und Meckenheim und ein frisch umgesiedeltes Nest in Ruppertsberg am Hofgut. Auf allen Nestern sind auch zwei Störche zu sehen. Für die Storchenkarte muss man sich noch mit einer Brut qualifizieren.

Ende April habe ich noch keinen Nachwuchs gesichtet. Es ist aber auch recht kühl und da sitzt ein Storch wohl lieber auf dem Nest und kümmert sich um Eier oder Küken.

Der erste von mir gesichtete Jungstorch in seinem Nest in Böhl-Iggelheim. 8.5.2021)

Meine Storchenkarte wird weiterhin gepflegt.

Moderne Video-Kommunikation 2020

Die Corona-Ereignisse im Frühjahr 2020 führten zu einer Einschränkung der Mobilität und zu einer Reduzierung von persönlichen Kontakten. Als Ausgleich kamen immer mehr die modernen Methoden der Video-Kommunikation zum Einsatz, sowohl im geschäftlichen auch als im privaten Umfeld.

Seit vielen Jahren (spätestens seit ISDN) gab es Angebote für “Bildtelefonie”, aber die Technik war einfach zu teuer und eigentlich auch zu dürftig. Es gab auch kommerzielle, aufwendige Lösungen, die aber für den breiten Markt nicht relevant sein konnten. Die Situation änderte sich erst mit dem Aufkommen moderner Smartphones, in die ja von vornherein Kameras verbaut waren, und das quasi ohne Mehrpreis. Die heute angebotenen Geschwindigkeiten der Datenleitungen (Internet) genügten dann auch den Anforderungen der Bildübertragung.

Für Privatpertsonen gibt es seit wenigen Jahren günstige Angebote über Apps und über die beliebten Messengerdienste, die integrierte Telefonie zum Nulltarif bereit stellen. Hier ist man dann meist nur noch einen Knopfdruck von der Bildtelefonie entfernt. Man muss nur erahnen, dass diese Möglichkeit angeboten wird.

Der Boom des Homeoffice unter Corona machte den Einsatz von Konferenzsystemen notwendig. In einem üblichen Telefonat gibt es zwei Teilnehmer, in vollentwickelten Konferenzsystemen können mehrere Teilnehmer in unterschiedlichen Rollen (Gastgeber, Moderator, Sprecher, Diskussionsteilnehmer und einfach als Zuhörer) teilnehmen und dabei noch über Sonderfunktionen zusätzlich zum Livebild andere Informationen zeigen. Damit kann man übliche Besprechungen (mit Bild und Interaktion) recht gut nachbilden.

Video-Konferenz-Software war teuer, setzte auf richtige Konferenzstudios und professionelle Bedienung und Benutzung. Auch hier gibt es jetzt gute Lösungen quasi zum Nulltarif.

Wir selbst benutzen im Moment aus dem riesigen Angebot auf dem Handy die Messengerdienste “Whatsapp” und “Signal“, die Videotelefonie (auch in kleinen Gruppen) beherrschen. Auf dem PC haben wir wieder “Skype” aktiviert, ein System, welches Videotelefonie gut unterstützt. Als Konferenz- und Schulungssystem haben wir uns aus dem großen Angebot auf “Zoom” festgelegt. Hier kann man kleine Konferenzen ohne gebührenpflichtige Anmeldungen ausprobieren und durchführen. Skype und Zoom kann man natürlich auch via App vom Smartphone aus betreiben. Natürlich braucht der Partner das gleiche Programm.

Allerdings mussten wir unseren Desktop-PC um eine gute Webcam (mit Mikrofon) ergänzen. Es wurde eine Logitech C615 HD für ungefähr 100 Euro. Das Hauptproblem: Webcams sind im Moment Mangelware, da der Homeoffice-Boom anscheinend die Nachfrage unerwartet und stark erhöht hat.

Für Fernwartung, in Corona-Zeiten auch stärker nachgefragt, verwenden wir nach wie vor den “Teamviewer” bzw. “Quicksupport”.

Fahrradtour “Moselquelle bis Metz”

Los ging es mit 26 Radlern um 6:30 bei Pfadt-Reisen in Germersheim. Der Bus fuhr über Straßburg, die elsässische Weinstraße und die Skigebiete der hohen Vogesen nach Bussong zur Moselquelle. Der Weg war nicht unbedingst so geplant, aber schön. Auch Verkehrsstörungen haben manchmal ihr Gutes.

Dann starteten wir an der jungen Mosel (von einem mickrigen Rinnsal bis zu einem Bach) und fuhren abwärts bis nach Remiremont. Die Fahrradstrecke verläuft auf einer stillgelegten Bahntrasse und ist in einem sehr guten Zustand. Motto: Radfahren ohne Arbeit.

Der Bus brachte uns dann nach Épinal in unser Hotel. Dort konnte man duschen und dann ging es schon zum Abendessen, denn wir hatten ja eine Reise mit Halbpension gebucht. Das Essen war wirklich gut. Allerdings war es dann 21:00, bevor man einen kurzen Gang durch Épinal machen konnten, über eine Kanustrecke und über die Mosel in Richtung Altstadt.

Der zweite Tag führte uns dann von Les Forges d’Uzemain am “Canal des Vosges” entlang nach Le Friche Porel. Erst an den Schleusen aufwärts, dann die Schleusenreihe bei Golbay abwärts parallel zur Mosel. Auch eine Kanalbrücke (über die Mosel) konnten wir bestaunen. Nur Wasser und folglich auch Boote gab es wenig. Das Nachzählen im Internet ergab 52 (?) Schleusen.



Unser Hotel war an diesem und am folgenden Abend in Nancy.
Wir hatten vor dem Abendessen Zeit für einen kurzen Stadtbummel, und nach dem Essen war nochmals bummeln angesagt. Es gab einen schöne Innenstadt mit Jugendstilhäusern und natürlich den “Place Stanislas” mit seinen Gebäuden, Brunnen und goldenen Toren. Trotz Corona waren abends die Außentische der Lokale gut besetzt.

Am dritten Tag ging es dann von Nancy aus Richtung Metz. Erst war es die Meurthe, später dann nach dem Zusammenfluss wieder die Mosel, die uns bis Metz begleitete. Hier gab es auch reichlich Wasser, richtige Schiffe, eine römisches Viadukt und in der Umgebung von Metz auch Sport- und Hausboote.
Der Stadtbummel in Metz fiel etwas kürzer aus, denn eine Bank an der Mosel mit Stadtblick war auch nicht zu verachten.

Am letzten Tag starteten wir in Toul (Festungbaumeister: Vauban) an der Mosel, an diversen Kanälen entlang nach Nancy. Dabei berührten wir auch den Rhein-Marne-Kanal, der einen richtig aktiven Schiffsverkehr aufweist. Bei Interesse an dem verzwickten Kanalsystem siehe “Voies navigables de France” (VNF). Diese Gesellschaft ist für das französche Kanalsystem zuständig.

Die Rückfahrt führte uns von Nancy über die französischen Autobahnen Richtung Straßburg / Elsaß und dann wieder nach Germersheim. Es waren insgesamt 210 sehr schöne Radkilometer bei idealem Radwetter, kein Regen und tagsüber so bei 25°. Wir lernten eine Gegend kennen, die uns vorher fast unbekannt war.

Test: LightBox-Funktionalität in WordPress

Irgendwie komme ich mit der LightBox-Funktionalität in WordPress nicht ganz zurecht. Oder sie macht nicht das, was ich will. Eine LightBox soll ganz einfach durch anklicken im Browser das Bild schöner und größer präsentieren.


Die normal(?) in den Text eingebauten Bilder werden nicht mehr von der LightBox “WP-Slimbox2” erfasst. In der Vergangenheit (vor Gutenberg, also mit dem Classic-Editor) war das aber so. Bei den alten Beiträgen funktioniert es auch weiterhin. Dafür hat die jetzt besser integrierte Galerie von Gutenberg schon eine gute eigene Funktionalität, wenn man im Editor den “Link zur Medien-Datei” aktiviert. Dann geht es halbwegs ohne LightBox, mit der WP-Slimbox2 gut. Für die WP-Slimbox2 habe ich mich mal vor vielen Jahren entschieden …

Das ist ein Absatz mit Inline-Bild. Hier geht es dann weiter …..

Glasfaser-Kunst

Vielleicht probiere ich auch mal andere “LightBoxen” aus. In WordPress werden viele angeboten. Den Schritt turück zum Classic-Editor will ich nicht machen.

Die Störche im Jahr 2020

Das Wichtigste: Alle Nester (vom Vorjahr) in meinem Beobachtungsgebiet sind augenscheinlich besetzt und man brütet auch überall. Es gibt aber in unserer Gegend noch Störche, die ein passendes Nest suchen. (Stand Ende März).
Meine Storchenkarte ist und wird aktualisiert.

Falls wir weiterhin radfahren dürfen, hoffe ich ab der zweiten Aprilhälfte den ersten Nachwuchs zu sehen.

Stand Ende April: Am Kindelsbrunnen (Geinsheim/Gommersheim) gibt es wieder ein neues und besetztes Nest und auch in Gommersheim an der Hauptstraße 33 wird gebrütet. Die Nachwuchssaison hat am 15.4. auf dem Nest in Speyerdorf (Fa. Trautz) begonnen. Alles im “Grünen Bereich”.

Mai: Bei einem Unwetter um den 11.5. (Temperatursturz, Sturm, Regen) ging bei 5 Nestern der Nachwuchs verloren. Zwei davon hatte ich schon sicher gezählt, es waren jeweils 3 Junge. Bei den 3 anderen Nestern bin ich mir nicht sicher. Die Nester selbst blieben unbeschädigt und auch die Altstörche konnte man wieder beobachten.

Mitte Juni: Jetzt tummeln sich 45 junge Störche auf den verbliebenen Nestern. Das Flattern wird schon ordentlich geübt ….

Nachtrag: In Böhl-Iggelheim gab es “mitten im Dorf” vier neue Nester, die mir aber verborgen blieben. Ich beobachtete einfach nur “viele Störche” rund um Böhl-Iggelheim. Die Nester sind noch nicht auf meiner Karte, weil ich sie noch nicht selbst mit Storch besetzt gesehen habe.

Ein neuer Raspberry Pi muss her…

Mein alter Raspi gab unerwartet seinen Geist auf. Keine der beiden SD-Karten bootete, und auch ein Image konnte ich nicht mehr zum Laufen bringen. Also habe ich einen neuen Raspberry (eher einen alten, einen Raspberry Pi 2 Model B von 2015) bestellt. Kosten ca. 40 Euro. Das Päckchen kam nach wenigen Tagen, die alte Karte rein, und nichts tat sich ….. Nur das grüne Lämpchen blinkte grün vor sich hin. Das tat es auch schon vorher.
Damit hatte ich nicht gerechnet, aber ich sah keine Möglicghkeit, dem Fehler näher auf den Grund zu gehen. Weitere Euros wollte ich nicht investieren, also entschloss ich mich zu einem Neuaufbau via der NOOBS-Software vom Hersteller.

Meine eigenen Daten hatte ich auf meinem kleinen SAMBA-NAS-Server an der Fritz!Box gespeichert, aber eben nicht alle. Glücklicherweise konnte ich auf Umwegen mit Acronis die Ext4-Partion der alten Karte sichern und hatte damit zumindest einen Notzugriff auf einzelne Dateien. Acronis zeigt die ASCII-Dateien relativ problemlos auf allen Betriebssystemen an. Und vor einigen Tagen hatte ich etwas mit Ubuntu ausprobiert, das kam mir jetzt zugute. So lernt man auch aus Notfällen immer Neues und Nützliches.

Der Grundaufbau eines Raspi ist sehr einfach: SD-Karte (hier 16 GB) gründlich leeren, mit FAT32 formatieren und die frisch heruntergeladene NOOBS-Datei (bzw. deren innere Dateien) per Windows auf die SD-Karte kopieren.
Karte einlegen, HDMI-Bildschirm anschließen, Tastatur und Maus (bei mir ein Logitech 400r) verbinden, Netzwerkverbidung (erst via Kabel) einstecken und dann den Strom via USB anlegen. Fertig.
Dann kommen einige einfache Fragen, ein Reboot und das System läuft.
Jetzt hat man im Prinzip einen gut funktionierenden Linux-Rechner mit einem Internetbrowser, eine SAMBA-Schnittstelle zu einem Datenserver und ein Libreoffice. Dann noch das Netzwerkkabel raus, WLAN-Stick rein, ein paar Fragen, WLAN-Passwort, einige Sekunden Geduld und das WLAN läuft auch.
Nicht schlecht für 30 Minuten und 40 Euro. ( HDMI-BS, SD-Karte, Tastatur, Kabel und andere Kleinteile waren vorhanden).

Leider ist der Raspi jetzt doch etwas verändert. Es hat jetzt das aktuelle Betriebssystem “Raspian Debian 10” mit “Buster”. Und unten drunter und außen ist natürlich auch einiges neuer und/oder anders. Python 3.7 kommt jetzt zum Beispiel in der Umgebung mu / Thonny, eine auf den ersten Blick verstörende Umstellung. Aber es scheint wie üblich zu funktionieren. Dafür gibt es auch den recht universellen Programm-Editor “Geany”.
In meinen Bücher von 2015 sah das alles noch etwas anders aus.

Zwei mir wichtige Punkte waren jetzt noch offen:
1) Die Fernsteuerung des Raspi über unser lokales Netz, also ein Betrieb ohne Bildschirm, Tastatur und Maus.
2) Ein kleiner Webserver für Testzwecke im lokalen Umfeld.

Die Fernsteuerung war recht einfach. Das mir von früher bekannte Werkzeug “tightVNCserver” gibt es noch, es war ganz schnell per “apt-get install tightvncserver” installiert, lief (“vncserver”) und ich konte es dann vom PC aus ohne Probleme benutzen. Etwas problematischer war die Frage, wie man das Programm am besten und bequemsten in den “autostart” bekommt. Ich habe mich für den Start über “/home/pi/.config/autostart/TightVNC entschieden. Das sah mir am übersichtlichsten aus. Auf dem PC nutze ich den “Ultra VNCViewer”.

Der WebServer war auch nicht ganz unproblematisch. Mein altbewährter “lighttpd” lief wohl, aber PHP-Dateien wurden nur mit dem Fehlercode 403 angezeigt. Irgendetwas stimmt im Zusammenspiel von lighttpd und PHP 7.3 anscheinend nicht. Im Internet wurde eine Konfigurationsdatei aufgezeigt, die dann bei mir PHP ermöglichte. Apache2 ließ sich leicht installieren (war anscheinend auch schon dabei), brachte auch PHP 7.3 mit, zeigte aber auch ähnliche Probleme mit PHP-Dateien. Auch dort gab es einen passenden Tipp. Schade, ich hatte mehr von “apt-get install” erwartet.
Ich bin wieder bei meinem bewährten lighttpd. Aber ich habe zumindest einen Webserver mit PHP 7.3, was ja nicht schlecht ist.

Noch unfertig: Python als CGI-Sprache.
Vielleicht werde ich den Webserver auch später erneut einrichten.

Mein generelles Problem: Ich bin zu wenig im Linux drin, um mit den Fehlermeldungen etwas wirklich Sinnvolles anfangen zu können. Also probiert man die Tipps aus und freut sich, wenn dadurch das Problem verschwindet. Diese Vorgehensweise ist natürlich etwas unbefriedigend …

Und so fing alles an.