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Senioren und die moderne EDV

Das Thema „Senioren und die moderne EDV“ (PC und Smartphone) ist spannend und ich fand es herausfordernd, mich in diese Thematik einzubringen.

Ich mache aktiv bei drei verschiedenen Veranstaltungen zu diesem Thema mit:

 

Zum einen unser „Internetcafé für Senioren“ (ICS) vom Seniorenbeirat der Gemeinde Haßloch. Das ursprüngliche Ziel „gemeinsames Internet bei einer Tasse Kaffee“ trat immer mehr zurück, übrig blieb die direkte Beratung bei individuellen Fragen. Die Teilnehmer bringen meist ihre eigenen Geräte mit, können bei uns über den „Freifunk Haßloch“ via WLAN in das Internet und wir können bei vielen Problemen beraten und helfen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Es kostet auch nichts. Wir besitzen drei gepflegte Laptops, an denen wir einzelne Punkte besprechen können. Surfen und Kaffeetrinken kann man bei uns natürlich auch.

Themen: Smartphone, PC, Software, Office, Hardware, Internet, Router, Telefon, Verträge, Neuanschaffungen…. Wir haben auch schon gemeinsam mit unseren Gästen Smartphones komplett eingerichtet.

Wir (jetzt sind wir zu dritt) machen das wöchentlich, in den 4 Sommermonaten nur am 1. und 3. Mittwoch. Methodik: Einzelgespräche oder Kleingruppen.

 

Zum zweiten sind es Kurse bei der VHS Neustadt im Rahmen der Senioren-Volkshochschule. Hier mache ich Angebote zu Android-Smartphone und Windows-PC. Ein Kurs besteht aus 2 Nachmittagen (je 3 Stunden) im Abstand von zwei Wochen und wendet sich eher an Anfänger. Man kann eigene Geräte mitbringen. Wir hatten auch schon Hörer, die sich erst danach die entsprechenden Geräte angeschafft haben. Bis zu 9 Teilnehmer sind machbar. Man muss sich anmelden, die Gebühren sind sehr gering.

Methodik: Vortrag mit Beamer und eventuell Übungen an eigenen Geräten.

Hier könnte man noch den Aspekt „Auffrischung von vorhandenem Wissen“ verstärken und damit die Kurse auch für Wiederholer interessant machen.

 

Die dritte Form ist das Kursangebot „Doppelklick I“ im Rahmen des Seniorenstudiums der Universität Mannheim. Hier buchen die max. 18 Teilnehmer unseren Kurs über das ganze Semester, meist sind das 12 Doppelstunden. Und wir (3 Senioren) bieten unterschiedliche Themen (teilweise mit Übungen) und auch Fragestunden an.

Themen: Uni-Netzwerk, Software, Office, Email, Hardware, Internet, PC, Smartphone, Router, Verträge, Sicherheit, Datensicherung, Gefahren, Wunschthemen….

Vortrag mit Beamer und teilweise Übungen im PC-Übungsraum der Uni. Die Mehrzahl der Teilnehmer nimmt seit Jahren regelmäßig an den Kursen teil. Also viele Wiederholer bzw. Dauerhörer, was aber bei den ständigen Neuerungen auf diesem Gebiet nicht schadet.

 

Alle drei Ansätze sind interessant und haben ihre Berechtigung. Es sind eben sehr unterschiedliche Zielgruppen, die nur das Lebensalter eint. Es gab übrigens schon Teilnehmer bzw. Teilnehmerinnen mit weit über 80 Jahren.

Excel: Einführung / Basics

Wozu Excel?

  • Rechnen
  • Tabellen
    • Sortieren
    • Selektieren
  • Grafiken

Word-Erfahrung kann man gut in Excel einbringen.

Excel kann rechnen. Excel versteht Mathematik.

  • Grundrechenarten
  • Punkt vor Strich
  • Klammern

Excel denkt in Zeilen (raw) und Spalten (column).

  • Zeilen kann man viele haben (1 …. 99999 ….)
  • Spalten eher weniger (A .. Z AA  .. ZZ ….)
  • Zellen haben eine Adresse (z.Bsp. A1, Z50,  XL777 , …..)
  • Die Anzahl der Spalten ist in allen Zeilen gleich

Der Inhalt einer Zelle kann sein:

  • Zahl, Wert
  • Uhrzeit, Datum, Zeitdauer
  • Text (ganz sicher mit “ ‚ „)
  • Eine Formel (hier rechnet Excel …)
  • Verweise auf Zellen
  • Excel erkennt den Inhalt automatisch an den typischen Sonderzeichen
  • Funktionen (außerhalb der Grundrechenarten)

Tipp: Excel erinnert sich an die Form der Eingabe: ALLES Löschen

Formatierung von Zellinhalten

Anpassen an die Druckausgabe

Hier eine wirklich einfache Übungsdatei: Excel_Uebung

Literaturempfehlung:

Philip Kiefer, Office 2016 – Schnell zum Ziel, Markt + Technik Verlag, ISBN 978-3-95982-012-7

Word: Basics in Textgestaltung

Was man nie genug üben kann und immer wieder braucht:

  • Registerkarte „Datei“ (backstage):
    • Datei öffnen, Datei speichern, Druckvorschau, Drucken, PDF erstellen
  • Schreibmarke (Cursor) vs. Markierung
  • Einfügen, Löschen, Kopieren, Verschieben

Was ich immer empfehle:

  • Ansicht Drucklayout (sichtbare Seite)
  • Vernünftige Bildschirmvergrößerung
  • Lineale einschalten
  • Formatierungssymbole einblenden

Und nun zu dem Thema Textgestaltung:

Mein Text zum Üben: Fliesstext_Fontane

Word ist in der Lage, die Buchstaben eines Textes unterschiedlich darzustellen:

  • Schriftart
    • Schriftfamilien
      • mit Serifen (Times …)
      • ohne Serifen (Helvetica, Arial …)
      • Schreibschrift (Script …)
      • Zierschriften ….
  • Schriftgröße (üblich ca. 12)
  • Fett / bold
  • Kursiv / italic
  • Farbig
  • …….

Das findet man im Menüband in der Registerkarte „Start“ (besser: Basics) und dort in der Gruppe „Schriftart“. Wenn man nachträglich etwas ändern will, so muss man diesen Text zuvor markieren. Entweder hat man eine Schreibmarke oder einen markierten Text. Neuer Text wird immer so geschrieben, wie der Text unmittelbar vorher war, oder so, wie es die Schreibmarke vorgibt.

Wenn es um mehrzeiligen Text (Fließtext) geht, so ist die Gestaltung der Zeilen und Absätze ebenfalls wichtig.

  • linksbündig, mittig, rechtsbündig, Blocksatz
  • Schattierung / Rahmen
  • Vertikaler Zeilenabstand
  • Abstand vor und nach einem Absatz

Wichtige Steuerfunktionen über Tastenkombinationen:

  • Neue Zeile innerhalb eines Absatzes: Shift-Return (Enter) bzw. Großumschaltung / Zeilenschaltung
  • Bedingtes Trennzeichen: Strg –

Hier ist man im Menüband in der Registerkarte „Start“ Gruppe „Absatz“. Oder in der Registerkarte „Layout“ Gruppe „Absatz“. In der Registerkarte „Layout“ finden sich auch die Einstellungen für die Seitengestaltung.

 

Zusätzliche Tipps:

Man kann eine komplette Textformatierung auf einen anderen Textteil übertragen. Und man kann auch über „Start“ „Formatvorlagen“ bzw. über „Entwurf“ „Dokumentformatierung“ den Text (gleichmäßiger) gestalten.

Tabulatoren werden durch Eintragungen in das „Lineal“ gesetzt und dann mit der TAB-Taste benutzt.

Finden sie ein Zeichen nicht auf der Tastatur, so hilft ihnen „Einfügen“ „Symbole“ sicherlich weiter.

Die automatische Silbentrennung kann man ein- bzw. ausschalten.

In der Registerkarte „Start“ die Gruppe „Bearbeiten“ mit Suchen, Ersetzen und Markieren. Markieren geht natürlich auch mit der Maus, z.B. mit einem Doppelklick auf ein Wort oder einem Dreifachklick auf einen Absatz.

Anstelle von MS-Word kann man auch das freie Programm OpenOffice bzw. Libreoffice benutzen. Oder das in Windows vorhandene (kostenlose) Programm „WordPad„.

Literaturempfehlung:

Philip Kiefer, Office 2016 – Schnell zum Ziel, Markt + Technik Verlag, ISBN 978-3-95982-012-7

Mein erstes neurales Netzwerk in Python

Das Themengebiet „Künstliche Intelligenz“ (KI) war für mich ein total unbekanntes Gebiet, aber die Neugier lässt einen nicht ruhen. Und dann kam noch das Stichwort „Neuronales Netz“ hinzu…

Das Suchen im Internet erbrachte viel (für mich recht unverständliche) Theorie, aber auch einen Hinweis auf das Buch „Neuronale Netze selbst programmieren“ von Tariq Rashid. Das Buch baut sich um ein schönes und verständliches Beispiel auf. Handgeschriebene Ziffern sollen „trainiert“ und anschließend richtig erkannt werden. Die Ziffern liegen als S/W-Bilder im Format 28*28 Pixel mit Grauwerten vor. Und es gibt eine öffentlich zugängliche Datenbank mit 60.000 dieser Bilder zum Trainieren und 10.000 Bilder zum Testen.

Der Hinweis auf Python und auf den Raspberry gaben dann den Ausschlag: Das probiere ich aus!

Die Theorie war einfach: Neuronen sind kleine programmierbare Rechner, die ihre analogen Eingangssignale mit einfachen Regeln wie Eingangsgewichtung, Summierung, Ausgabe-Begrenzung (z.Bsp. mit der Sigmoid-Funktion) in ein analoges Ausgangssignal übertragen. Die Gewichtungsregeln werden in Matrizen gespeichert. Dann kann man die Neuronen recht bequem mit den Mitteln der Matrizenmultiplikation zum Arbeiten bringen.

Die Anzahl der analogen Eingangssignale ist meist vorgegeben, die Anzahl der Ausgangssignale ergibt sich meist aus der erhofften Antwort. Die optimale Anzahl der Neuronen in der verdeckten (hidden) Mittelschicht probiert man aus. Jedes Neuron der mittleren Schicht ist mit jedem Eingangssignal verbunden, die Gewichtung der Signale ist der Schlüssel zu einem guten Gesamtergebnis. Es gibt sicherlich ausgefeiltere Algorithmen zur Signalbearbeitung, aber der im Buch vorgestellte Algorithmus ist leicht umsetzbar und zeigt auch Wirkung.

Die Gewichtungs-Matrizen der „Mittelschicht“ und der Ausgabeschicht füllt man zu Beginn mit Zufallswerten, am besten Werte zwischen Null und Eins. Die Testdaten erzeugen dann über die Zwischenschicht Signale auf den Ausgängen, diese vergleicht man mit den bekannten Werten der Lerndaten und verändert je nach Fehler rückwirkend (Backpropagation) die Gewichtungsmatrix der Ausgabeschicht und die Gewichtungsmatrix der (unbekannten) Mittelschicht.

Das Python-Programm fand sich in GITHUB und konnte recht einfach in meinen Raspberry und dessen Python 3 übertragen werden. Der im Buch vorgeschlagene Algorithmus arbeitet. Das Programm liegt bei mir im Sourcecode (weniger als 200 Zeilen) auf dem Raspberry und auch auf dem Windows-PC und ich kann an einigen Stellschrauben drehen. Mehr wollte ich eigentlich nicht.

Interessant: Die eingesetzten Parameter sagen eigentlich nichts über das Problem aus und dennoch gibt es eine Erkennungsrate von über 97% bei Ausnutzung des vollen Datensatzes. Allerdings ist dann mein Raspberry fast 2 Stunden beschäftigt.

Dann habe ich das Beispiel umgeändert auf 3*3 kleine unterschiedlich graue Quadrate, in denen das Programm Muster erkennen soll. Der Algorithmus für das neuronale Netz aus dem Beispiel „Ziffernerkennung“ wurde nicht abgeändert, nur an den vorhandenen Parametern wurde gedreht.

Jetzt kann ich auch den Input gezielt verändern. Natürlich verrate ich dem Lernalgorithmus nicht das von mir „berechnete“ Muster. Meine Kontrolle ist einfach: Steigt die Erkennungsrate deutlich über die zufällige Erkennungsrate (die ohne Lernen), so hat sich ein Lerneffekt eingestellt und das neuronale Lernen hat funktioniert. Eine ypische Frage: Wo ist das hellste Plättchen? Aber diese genaue Frage kennt ja das Programm nicht. Es hatte nur viele, viele Beispiele zum Trainieren.

 

Eine gute Darstellung dieser Techniken findet man unter „Künstliches neuronales Netz“ in Wikipedia. YouTube bietet Lernvideos zu den Stichworten „neural networks“ an.

Buch „Neuronale Netze selbst programmieren“ von Tariq Rashid, O’Reilly, 2017

Python-Code (mit Daten): https://github.com/makeyourownneuralnetwork/

Testdaten: https://www.kaggle.com

Powerpoint: Erster Einstieg

Meine Aufgabe: Eine kurze (1,5 Stunden) Einführung für Anfänger in Powerpoint. Die Teilnehmer haben sehr unterschiedliche bzw. nur geringe Word-Vorkenntnissse.

Die Themen:

  • Für was brauche ich Powerpoint
  • Foliensatz / Folie
  • Aufzählung / Gliederung /Text
  • Die Vielfalt der Objekte
  • Erste Animationen

Und hier meine >>> Powerpoint_Übung <<<, die recht einfach aufgebaut ist.

Erst sehen wir uns die Powerpoint-Übung an, dann arbeiten wir mit dieser Präsentation als Grundlage weiter.

Word: Flyer

Aus verschiedenen Kursen kenne ich die Frage, wie man mit Word (oder einem anderen Textprogramm) einen „einfachen“ aber ordentlichen Flyer erstellen kann, ohne sich extra ein Publishing-Programm anschaffen zu müssen.

Das Ziel ist ein Flyer auf DIN-A4-Grundlage, zweifach gefaltet, also 2*3. Die Benennung der einzelnen „Seiten“ ist etwas problematisch, aber die Frontseite und die Rückseite geben einen gewissen Rahmen vor. Also macht man einen Probeausdruck mit dem Blindtext, faltet das Blatt korrekt und legt sich dieses Muster für die Planung neben dran.

Folgende Funktionen in der Textverarbeitung benutze ich:

  • A4-Quer
  • Spaltensatz
  • Spaltenumbruch
  • Duplex-Druck (Spiegelung an der kurzen Kante)
  • Bilder
  • Textfeld (mit senkrechtem Schriftzug)
  • Wordart
  • Hintergrundgrafik für Farbgebung

Und natürlich wie immer Fließtext, automatischer Umbruch und Randeinstellungen ……

Hier meine Word-Datei zum Ausprobieren und Weitermachen: >>> Flyer

 

Was sollte ich zu meinen EDV-Geräten wissen

Es gibt einige Dinge, die man zu seinen verschiedenen EDV-Geräten wissen sollte.

Man kann mit diesem Wissen anderen die Arbeit leichter machen, wenn man auf deren Unterstützung zurückgreifen will oder muss. Oder man kann sich damit besser an Details erinnern, wenn das Gerät mal seinen Geist aufgibt.

Folgende Fragen werden angesprochen:

  • Welche relevanten Geräte habe ich eigentlich?
  • Welche relevanten Verträge habe ich?
  • PC / Laptop / Tablet
  • Smartphone / Handy
  • Telefonvertrag im Festnetz
  • Router
  • Telefonvertrag im Mobilnetz
  • Software
  • Fragen zum Umfeld

Hier meine vollständige 4-seitige Liste als PDF zum downloaden.

Man kann diese Liste ausfüllen oder sie auch nur durcharbeiten. Vielleicht sogar zusammen mit jemandem, der von der Materie etwas mehr versteht als man selbst.

Vollständig wird diese Liste nie sein. Dazu ist die Entwicklung in diesem Bereich immer noch zu stürmisch. Und immer noch erfinden einzelne Firmen neue Namen für alte Produkte. Manchmal sogar neue Produkte ….

PS: Die Listen orientieren sich an den Begriffen von Windows und Android, bei Apple-Produkten und den Diensten der Telekom muss man an einigen Punkten etwas umdenken.

Primzahlen berechnen

Vor wenigen Tagen bekam ich eine (größere) Primzahl mit 91 Stellen vorgelegt.

Das weckte meinen Ehrgeiz: Bis zu welcher Größe kann man denn auf einem RaspberryPi und mit Python Primzahlen im Sekundenbereich berechnen/finden oder bestätigen?

In meinen Tests konnte ich für Zahlen bis 1.000.000.000.000 relativ locker ausprobieren, ob es sich um eine Primzahl handelt oder nicht, bei 3 Nullen mehr sollte ich mir dann einen Kaffee gönnen ……

Das „Sieb des Eratosthenes“ gelingt auf dem Raspberry bis 9.999.999 recht gut, die erzeugte Liste hat dann 664579 Primzahlen und benötigt ungefähr 40 MByte Speicher. Damit kann man bequem 7-stellige Zahlen in ihre Primfaktoren zerlegen oder 14-stellige Primzahlen testen. Und auch ein Laie wie ich kann den Ansatz nachvollziehen.

Falls man mal eine Primzahl braucht, kann man mit diesen einfachen Verfahren einen Bereich von Zahlen testen und findet dann auch relativ schnell eine Primzahl im gewünschten Größenbereich.

Allerdings fehlen mir immer noch gut 70 Stellen zur vorgegebenen Primzahl ….

Vielleicht sollte ich mich mal mit speziellen Verfahren für größere Primzahlen beschäftigen. Zum Beispiel mit Mersenne-Primzahlen und dem dazu passenden Lucas-Lehmer-Test.

Ein Konto (Account) im Internet

Im Internet ist häufig von einem Konto (oder Account) die Rede, das man für irgendetwas braucht und deswegen anlegen sollte. Was ist das aber? Und wozu braucht man das?

Ein Konto ist meist der Einstiegspunkt zu Leistungen und Dienstleistungen, die mir eine Firma oder ein Verein im Internet anbietet. Ich werde also Kunde im weitesten Sinne und darf dann meine Geschäfte mit diesem Anbieter „online“ abwickeln. Die Mitgliedschaft in einer bestimmten Gruppe kann man auch als eine spezielle Form eines Kontos ansehen.

Als Kontoinhaber bekommt man entweder eine Kundennummer zugeteilt und/oder man darf sich einen (noch nicht vergebenen) Benutzernamen aussuchen. Häufig wird einem vorgeschlagen, die eigene Email-Adresse (die ist ja weltweit einmalig) als Kundennamen zu verwenden. Bei der Erstanmeldung (Registrierung) muss man manchmal zusätzliche Daten zu seiner Person angeben, manchmal werden diese auch überprüft und manchmal muss auch eine Firma die Identifikation gründlich vornehmen. Häufig wird dabei das Verfahren „Postident“ angewandt. Dann bringt der Briefträger mir einen Brief mit den Zugangsdaten und kontrolliert dabei meine Identität durch das Vorzeigen eines amtlichen Ausweises. So ein Verfahren ist bei Themen rund um den Jugendschutz und bei Telefonverträgen meist vorgeschrieben.

Es kann sein, dass man bei späteren Telefonaten mit dem Kontoanbieter nach den hinterlegten Daten gefragt wird, um die Identität des Anrufenden zu überprüfen. Typische Kontrollfragen sind das Geburtsdatum, der Geburtsort, der Name des Haustiers, der Vorname der Mutter usw.  .

Wenn also ein seriöser Anbieter den Namen ihres ersten Haustiers wissen will, dann will er Sie sicherlich nicht mit personalisierter Katzenwerbung belästigen. Sondern es sind Vorbereitungen für spätere Sicherheitsfragen. Bei einem Tierfutterhersteller könnte das allerdings auch andere Gründe haben …..

Man sollte auch daran denken, diese Daten zu aktualisieren. Gründe gibt es viele: Umzug, neue Handynummer, neue Email-Adresse ….

Zu jedem Konto gehört auch ein Passwort, das man sich in der Regel selbst aussuchen darf. Manchmal macht der Anbieter auch Vorschriften und erlaubt nur bestimmte (sichere) Passworte. Ein Konto hat also in der Regel ein Passwort. Und es gibt den guten Rat, für jedes Konto ein anderes Passwort zu vereinbaren.

T-Online z.Bsp. kennt zwei Ebenen von Passworten. Die Ebene mit dem (Haupt)-Passwort darf alles, auch Passworte verändern, die andere mit dem Email-Passwort nur Emails abholen und senden.

Häufig muss man sich noch einmal zusätzlich mit seinem Passwort ausweisen, wenn man im sicherheitsrelevanten Teil Änderungen vornehmen will. Und/Oder man wird über solche Änderungen auf dem hinterlegten Nachrichtenweg informiert.

Manche Plattformen erlauben auch Einmaltransaktionen ohne eine richtige Registrierung. Diese Möglichkeiten benutze ich meist dann, wenn es sich wirklich um einen Einmalvorgang handelt.

Besonders störend ist der Begriffswirrwarr im Umfeld dieser Techniken. Die Sparkasse spricht von „Anmeldename“ und „PIN“, die HUK24 von „Benutzerkennung“ und „PIN“. Und Amazon von „Email-Adresse oder Mobiltelefonnummer“ und „Passwort“, die Bahn von „Benutzername“ und „Passwort“. Auch die Symbole zum Anmelden und (zum noch wichtigeren) Abmelden sind unterschiedlich und an unterschiedlichen Stellen platziert.

Der Begriff „Anmelden“ steht meist für das Benutzen eines schon vorhandenen Kontos, „Registrieren“ führt einem den Weg zum Erstellen eines Kontos.

 

Typische Konten:

Mein (Email-) Konto bei GMX. Hierüber wickle ich meine Emails ab und kann auch eine bestimmte Menge SMS kostenfrei versenden. Auch Faxen ist möglich. Innerhalb dieses Kontos haben wir dann mehrere Mail-Adressen.

Mein Konto bei der Sparkasse. Das hat eine eigene Benutzerkennung, die nicht mit meinem Girokonto identisch ist. Unter diesem Konto kann ich dann mehrere traditionelle Konten bei der Sparkasse verwalten, z. Bsp. Giro, Festgeld, Wertpapiere, Eurocard. Bei Überweisungen greift noch eine extra Sicherung mit PIN-Nummern.

Mein Konto bei der Rheinpfalz. Hier kann ich als registrierter und zahlender Kunde die aktuellen Ausgaben der Rheinpfalz im PDF-Format lesen.

Mein Konto bei der Pfälzischen Landesbibliothek. Hier kann ich Bücher bestellen und Verlängerungen buchen, abholen muss ich die Bücher aber selbst.

Mein Konto bei der ONLEIHE Rheinlandpfalz. Hier kann ich Bücher und Zeitschriften direkt auf meinen PC oder mein Bookreader herunterladen.

Mein Konto bei Adobe. Hierüber habe ich das Recht, die mit dem DRM-System von Adobe verschlüsselten Bücher in meiner Gruppe zu lesen.

Mein Konto bei der Bahn. Hier kann ich bequem Fahrkarten kaufen und mir die Punkte auf im Bonusprogramm gutschreiben lassen.

Mein Konto bei Google. Hierüber nutze ich den Datenaustausch zwischen Smartphone und meinem PC und darüber kaufe ich kostenfreie oder kostenpflichtige Apps für mein Smartphone.

Mein Konto bei Vodafone. Hier kann ich meine Rechnungen einsehen oder Optionen zum Tarif hinzu- oder abbuchen.

Mein Konto bei WhatsApp. Hierdrüber wickle ich Kurznachrichten und Bilder mit Freunden ab, die auch ein Konto bei Whatsapp haben.

Mein Konto bei KOMOOT. Hierüber zeichne ich meine Wanderungen und Radtouren via App auf dem Handy auf und kann sie mir anschließend auf dem PC ansehen.

Mein Konto bei Microsoft. Hierüber ist mein PC bei MS registriert und ich kann auch den Store für neue Programme benutzen (ähnlich wie bei Google).

Mein Konto bei der HUK24. Hierdrüber kann/muss ich meine Versicherungsverträge im Selbstbedienungsverfahren verwalten und bekomme ich auch die dazugehörige Post.

Mein Konto bei der DropBox. Austausch von Bildern in Sammlungen. Bilder von den Handys zum PC.

Mein Konto bei Amazon. Einkaufen bei Amazon und den damit verbundenen Einzelhändlern.

Mein Konto bei der Uni Mannheim. Zugang zu allen Verwaltungsfunktionen rund um das Studium. Zugang zum Email-System der Uni. Zugang zu den WLAN-Systemen der Uni.

Mein Konto zum Python-Forum. Zugang zum Forum rund um die Programmiersprache Python. Ich darf dann auch aktiv mit diskutieren.

Mein Konto an meinem PC. Auch dort ist ein Konto Pflicht. Nur das kann man, wenn man will, ohne Passwort benutzen. Wenn man sonst kein Konto (keinen anderen Benutzer) auf dem PC angelegt hat sieht man diese Logik nicht. Aber sie existiert.

Die oben genannten Konten benutze ich regelmäßig.

Ich habe ungefähr noch 20 weitere Konten, die ich aber nur ganz selten brauche. Ab und zu löse ich auch Konten formgerecht auf.

Passwort vergessen, was tun?

Die Meldung „Ungültiges Passwort“ ist unangenehm, kommt aber vor. Meist ist man selbst die Ursache, nur ganz selten ist es ein Fehler bei dem Kontenanbieter.

Als Erstes sollte man über die beiden Teile der Anmeldung „Benutzername und Passwort“ klar werden. Habe ich den richtigen Benutzernamen, habe ich das richtige Passwort und ist meine Tastatur auch „normal“, also nicht aus Versehen auf Großbuchstaben oder Sonderzeichen umgestellt? Ich empfehle aus eigener Erfahrung relativ früh schriftlich zu notieren, welche Kombinationen von Passworten man schon ausprobiert hat. Den Zettel sollte man natürlich anschließend vernichten.

Manchmal bekommt man nur eine bestimmte Anzahl von Versuchen zugebilligt, dann folgt eine Zeitstrafe oder das endgültige Aus. Ihr Konto ist jetzt nicht weg, sondern Sie kommen nur nicht mehr hinein.

Ihr Passwort ist allerdings weg, denn kein seriöser Anbieter wird Ihnen in irgendeiner Weise Ihr Passwort sagen. Er wird Sie auch nie nach ihrem vermeintlichen/verlorenen Passwort fragen, so darf er Ihnen einfach nicht weiterhelfen. Sie müssen ab jetzt dem Weg folgen, den der Betreiber für diesen Fall vorgesehen hat und sich ein neues Passwort anlegen..

Der Betreiber will natürlich Fremde nicht dabei unterstützen, Ihr Konto so einfach zu kapern. Deswegen wird er sich zunächst vergewissern wollen, ob Sie wirklich Sie sind. Dafür greift er meist auf Fragen (und deren Antworten) zurück, die Sie irgendwie auf dem Konto hinterlassen haben. Wenn dieses Wechselspiel funktioniert und Sie über einen bequemen und sicheren Weg, den Sie nach Möglichkeit schon vorab vereinbart haben, erreichbar sind, kann er Ihnen dann per Anruf, SMS oder Email entsprechende Hilfen geben.

Manchmal verzichtet er auch auf diese Fragen und schickt ihnen gleich eine SMS oder Email mit einem Lösungsvorschlag.

In den meisten Fällen bekommen Sie ein sogenanntes Einmalpasswort oder einen Einmallink, mit dem Sie sich innerhalb einer beschränkten Zeit bei ihrem Konto anmelden und sich dabei ein neues Passwort einrichten können. Die Begriffe hierbei sind unterschiedlich, aber häufig spricht man von einem Einmalpasswort oder von einer Kontenzurücksetzung. Sehr sensible Konten haben meist komplexere Verfahren.

Jetzt haben Sie wieder ein gültiges Passwort und Ihr Konto ist wieder zugänglich. Aber das dumme Gefühl bleibt: Wie konnte ich nur mein Passwort vergessen?

Es gibt auch Programme als „Passwortsafe“, in denen kann man mehr oder weniger automatisch alle seine Benutzernamen und die dazugehörigen Passworte speichern und von dort aus benutzen. Man hat dann nur noch ein zentrales Passwort für diesen Safe.