Mit WordPress-Erfahrung Typo3-Redakteur werden

Meine eigene Homepage mache ich seit fünf Jahren mit „Wordpress.org“ und habe diese Entscheidung bisher nicht bereut. WordPress konnte bis jetzt alles was ich so machen wollte. Und das war und ist eine kleine Homepage mit zur Zeit neun festen Seiten und ungefähr 160 Artikel. Das Erscheinungsbild „Twenty Twelve“ gefiel mir damals und gefällt mir auch heute noch. 14 Plugins sind installiert, teils zur besseren Verwaltung (also für mich), teils zur besseren Handhabung für den Betrachter.

WordPress konnte ich zunächst leicht lokal auf meinem PC installieren (inkl. dem Webserver und der Datenbank) und dann bei meinem Hoster selbst aufsetzen. Mehr kann man an Benutzerfreundlichkeit nicht erwarten. Und bis heute blieb das so ….

 

Vor zwei Jahren erklärte ich mich bereit, die Homepage des „Diakonissenvereins Haßloch e.V.“ zu betreuen und zu pflegen. Diese ist in Typo3 erstellt und sieht für mich nur eine Redakteursrolle vor. Das System selbst wird von der Evangelischen Kirche in Speyer betrieben und wird den verbundenen Gemeinden, Gruppierungen und Vereinen angeboten.

Und genau diese Redakteursrolle machte mir zu schaffen. Man holt sich ein dickes Buch über Typo3 und sucht dann die Stellen, die man für seine Arbeit braucht. Das ist nicht viel, aber man muss die Seiten finden. Und man ist sich nie so ganz sicher, ob man im System etwas nicht findet oder ob es der Webmaster für die Redakteure ausgeblendet hat. Dummerweise bringt Typo3 auch eigene Begriffe mit, die sich von denen in WordPress unterscheiden.

Das Feeling für WordPress bekam ich beim Ausprobieren auf dem eigenen PC, diese Phase fehlt mir bei Typo3. Hier wurde ich in ein fertiges System mit einem vorgegebenen Umfeld katapultiert. Und natürlich ist eine eigene bewusste Entscheidung gefühlt näher als eine schon extern vorgegebene Lösung. Erst ein Präsenzkurs von einem Tag brachte mir dann den Überblick und das gewisse Feeling. Jetzt geht es für mich in Typo3 deutlich besser.

Und ich fand den CSS-Befehlszusatz „!important“, mit dem man die übliche hierarchische Logik der CSS-Befehle (das macht ja der Webmaster) verlassen und seinen eigenen Wunsch quasi am CSS vorbei durchdrücken kann. Nicht unbedingt der beste Stil, aber manchmal geht es nicht anders. Ich werde den Befehl auch nur in wirklichen Notfällen einsetzen.

Typo3 kennt ein Seitengerüst mit Objekten, das dann vom System in dynamische Seiten mit automatisierten Menüs umgesetzt wird. Man geht also mehr von den hierarchischen Seiten aus und platziert die Inhalte auf diesen Seiten. Hierbei kann man die Reihenfolge gut vorgeben und einzelne Artikel ein- bzw. ausschalten. Als Zusatz gibt es ein später hinzugekommenes Nachrichtensystem. Bei meinem WordPress ist das genau andersherum. Die Nachrichten sind der Kern („Blog“), der dann kombiniert mit festen Seiten über das selbst definierte Menü die dynamischen Seiten der Homepage beschreibt. Zusätzlich kann ich leicht bestimmen, ob und welche zusätzliche „Plugins“ ich haben möchte.

Meine Buchempfehlung für Typo3: Typo3 Handbuch für Redakteure von M. Bielitza & C. Klümpel. Das hat über 500 Seiten, aber die richtigen 100 reichten für mich voll aus.

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