Archiv der Kategorie: Astronomie

Komet 46P/Wirtanen

Zur Zeit kann man den Kometen 46P/Wirtanen beobachten. Falls man einen klaren Himmel hat.

Und gestern (Montag, 10.12.2018) Abend gegen 22:30 verzogen sich die Wolken und es wurde klar und kalt. Aber ein Versuch aus dem dunklen Hof hinter unserem Haus war es wert.

Die genaue Aufsuchkarte hatte ich mir mit „Cartes du Ciel“ berechnet, mein Fernglas (8*42) lag bereit und schon ging es ins Freie.

Die Position zwischen Stier (Taurus) (links) und Walfisch (Ceteus) (rechts) ist für das Auge gut überblickbar und bietet auch gut sichtbare Leitsterne, die man auf Anhieb im Fernglas wiederfindet. Die eingezeichneten 8° sind auch ungefähr das Gesichtsfeld meines Fernglases.

Ich habe mich vom Stier aus genähert, das Sternpaar Omi (1) Ksi (2) und (Helligkeit ca. 3,7) anvisiert, eine volle Öffnung nach unten und dann war da schon eine neues markantes Sternpaar Kap (96) und (97) (Helligkeit 4,5) im Walfisch und ein kleines verschwommenes Wölkchen: 46P/Wirtanen. Die weiteren Versuche unternahm ich dann eher über Mirkar im Walfisch. Von einem Schweif konnte ich nichts sehen. Ich war ungefähr eine Stunde draußen. Zumindest ist mir 46P/Wirtanen nicht entgangen. Vielleicht sehe ich ihn die nächsten Nächte noch einmal.

Die Höhe von 40°, die Richtung Süden, die klare Luft und der untergegangene Mond waren gute Nebenbedingungen.

Am 12.12.2018 gegen 23:15 war der Himmel wieder einmal klar und ich konnte 46P/Wirtanen wieder gut berobachten. Diesmal direkt bei dem Sternpaar Omi (1) Ksi (2) im Stier. Und ich konnte den Kometen mit meiner Nikon Coolpix P7700 auch fotografieren.

Die aktuelle Karte:

Und mein Bild:

Es gibt bestimmt viel bessere Fotos, aber das ist mit einfachen Mitteln selbst gemacht. Belichtungszeit 4 Sekunden. Die noch gut sichtbaren Sterne haben ungefähr die Helligkeit 9 bis 9,5 mag. Das entspricht meinem Seheindruck durch mein 8*42 Fernglas.

Am 2.1.2019 gegen 22:00 konnte ich P46/Wirtanen noch einmal per Fernglas im Sternbild Luchs (Lynx) finden. Deutlich schwächer, aber die Position des nebligen Flecks war eindeutig. Sterne Flamsteed 18, 19, 24 Lyn. Mein Ausgangspunkt war 1 UMa.

Nova im Delphin

Intercon Spacetec gab in einer aktuellen Email die Daten dieser aktuellen Nova bekannt. Und es war dann verlockend, abends mal danach zu suchen. Der Garten war durch den Vollmond gut beleuchtet, und mit bloßem Auge sah man kaum Sterne. Mit einem Fernglas konnte man aber den Delphin und den Pfeil leicht ausmachen, und da sollte ja die Nova stehen.

Position: RA: 20h 23m 30.68s   DE: +20° 46′ 03.7″ (J2000)

Ein Blick auf die Karte, was dort sein soll und was dort nicht hingehört, und die Nova war lokalisiert. Eine Größe von ca. 5m ist ja auch bei Vollmond auffällig.

Die Kamera auf einem einfachen Stativ sorgte dann auch für den dauerhaften Beweis. Die Nova befindet sich direkt in der Bildmitte.

Brenweite: 200mm und Ausschnittvergrößerung, Blende 4, 3 Sekunden, ISO 800
(Die Bilder reagieren auf einfaches Anklicken)

Der kleingerechnete sinnvolle Ausschnitt:
DSCN4093_AKW

Ein kleiner Ausschnitt ohne Pixelverlust:
DSCN4093_AAKW

Das volle Bild mit ca. 2MB oder 24MB Raw sende ich gerne zu.

Mal sehen, ob ich heute Abend nochmals zum Fotografieren raus gehe.

 

Foto (?) von PanStarrs

Die Beobachtung von Panstarrs war die letzten 3 Wochen auch nicht möglich. Der Himmel war zumeist voll bedeckt. Am Ostermontag war es klar, ich konnte PanStarrs im Fernglas sehen und auch fotografieren. 10 bis 15 Grad über dem Westhorizont machen aber keinen Spaß, die Sicht ist einfach schlecht.

DSCN0474_AKW

Panstarrs ist auf dem Foto oben links zu sehen (ca. RA: 00h30m, d: +37°) . Die helleren Sterne in der Mitte sind And Rho und And Sig. Ausschnitt aus einer Aufnahme mit der Nikon P7700, 200mm Brennweite(KB), f=4, t=2s, ISO 1600. (1.4.2013, ca. 21:00)

PANSTARR in einer kalten Nacht

Gestern Abend (13.3.) konnte man den Kometen Panstarr mit dem Fernglas als helles Fleckchen in der Dämmerung finden. Er war gegen 19:20 strategisch günstig im Westen zwischen der Mondsichel und dem Horizont eingeklemmt. Der Ausdruck „Fleckchen“ deutet ja schon auf einen Schweif hin. Mal sehen, wie sich das weiterenwickelt. Beobachtungsort: Fenster im Dachgeschoss. Ich bleibe dran.

Die klare Nacht hatte auch ihre negativen Seiten. Es wurde mit bis zu -10° für unsere Verhältnisse bitterkalt. Da fängt man an, um die Magnolienblüte zu zittern.

Der Storch an der Aumühle steht immer noch allein (und sicherlich frierend) auf seinem Nest.

Meine Aktivitäten in der Astronomie

Seit langem interessiere ich mich für Astronomie und bin in dem Arbeitskreis Astronomie der Pollichia in Bad Dürkheim aktiv.

Ich beobachte ganz traditionell live mit einem 20cm Dobson und einem ordentlichen Fernglas. Unser Garten hinterm Haus ist einigermaßen dafür geeignet. Die Beobachtungspläne erstelle ich mir mit dem Programm „Cartes du Ciel„.

Wolken und Mond schränken das Hobby genügend ein.