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Unser Flyer ist wieder flott

Unser Flyer bekam eine Runderneuerung seines uralten Akkus (2009: 10Ah, 2019: 21Ah bei 26 Volt). Erneuert wurde das Innenleben von der Firma McAkku in Mainz. Kosten: 369 Euro. Wir sind zufrieden, die Reichweite liegt jetzt wieder bei ca. 150 Km in der Ebene. Nur die Anzeige hat die Erneuerung nicht richtig verstanden und warnt uns viel zu früh.

Ausprobiert habe ich dann den Akku auf unserer Vatertagstour zum Sandbahnrennen in Herxheim und zum anschließenden Abendessen in Ramberg.

Vorsicht: Die Höhenmeter werden von Komoot beim Aufzeichnen leicht übertrieben. Aber es waren so um die 600. Und das bei gut 90 Kilometer Tourlänge. Das sollte insgesamt für unser Alter reichen.

Unsere Kreta-Rundreise März 2019

Gefunden haben wir die Reise in einer Anzeigen-Beilage des „Spiegels“. Einen konkreten Reisewunsch hatten wir zu dieser Zeit nicht, auf Kreta waren wir auch noch nie. Alles klang  recht gut und der Preis war verführerisch niedrig.

Innerhalb weniger Tage hatten wir dann den Urlaub „Eine Woche Kreta“ bei der Firma „Reise Service Deutschland (RDS)“ gebucht. Die Abwicklung über Telefon und Email ging reibungslos und flott über die Bühne. Alle Unterlagen kamen rechtzeitig per Email.

1. Tag: Anreise

Der Flug führte von Frankfurt über Hannover(!) nach Heraklion. Die Maschine, eine A320, war quasi ausgebucht und vor Ort in Heraklion füllten wir 4 Busse. Der Bus brachte uns in unser erstes Hotel „Georgioupolis Resort“ ca. 20 Kilometer westlich von Rethymno.

Der Bus und unser Reiseleiter blieben uns die ganze Woche erhalten. Wir hatten Glück und „Heper“, unser Reiseleiter, war sehr nett, aufmerksam und kannte sein Geschäft. Zusätzlich wurden wir noch betreut von unserer Führerin „Maria“ und von unserem Busfahrer, der sein Handwerk gut beherrschte.

Insgesamt hatten wir 6 Bus-Tagesausflüge um Kultur und Städte kennen zu lernen. Start war jeweils so zwischen 8:30 / 9:00 und zurück kamen wir dann zwischen 16:30 und 17:30. Dazu kamen noch drei kleine „Verkaufsveranstaltungen“, die aber im Prospekt erwähnt wurden. Die waren nett, nicht aufdringlich und wir selbst haben nichts gekauft. Unser Reiseleiter nannte dies in seiner täglichen Ankündigung die „Dreifaltigkeit“ (Teppiche, Schmuck und Leder). Es kostete uns jeweils 1,5 Stunden, war aber auch in Maßen interessant.

2. Tag: Aptera, Agia Triada, Chania

Zum Angewöhnen gab es leichte Kost: Ein römisches Theater (Aptera), eine mittelalterliche Klosterruine (Aptera) aus dem 12. Jh. und eine aktiven Klosteranlage der orthodoxen Kirche (Agia Triada). Und rundherum viele kleine orthodoxe Kirchen. Aus der heutigen Zeit kam dann nachmittags noch die große Markthalle in Chania. In Chania selbst hatten wir auch Gelegenheit zu einem kleinen Stadtbummel, einem Spaziergang zum Hafen und zu einem Besuch in einem schöne Café in der Altstadt.

3. Tag: Kloster Arkadi, Museum Eleutherna, Rethymno

An diesem Tag stand das orthodoxe Kloster Arkadi, welches auch sehr stark mit der Befreiung Kretas von der türkischen Herrschaft verbunden war, auf dem Programm. Hier leben auch noch einige aktive Mönche, ähnlich wie in Agia Triada. Weiter ging es dann zum modernen Museum in Eleutherna, wo wir den ersten Kontakt zur minoischen Vergangenheit von Kreta hatten. In Eleutherna war und ist eine aktive Ausgrabungsstätte, die wir aber nicht besichtigen konnten. Die Stadt Rethymno begrüßte uns mit freundlichem Wetter, aber das änderte sich bald. Regen und Sturm führten dazu, dass wir eher die Gaststätten und Cafés kennen lernten. Schade, die Stadt wäre sicherlich auch sehenswert gewesen. Der Blick auf die Wellen und die Gischt am Hafen entschädigten uns ein wenig.

4.Tag: Knossos, Museum Heraklion, Heraklion

Heute wurde es ernst. Hier begann unsere „Dreifaltigkeit“ mit den Teppichen.

Danach ging es mit dem ersten (und wohl bekanntesten) minoische Palast los. KNOSSOS. Es ist schon erstaunlich, wie groß diese Anlage aus der minoischen Zeit (2100 v.Chr. bis 1400 v.Chr.) ist. Und erstaunlich, wie gut Details zu erkennen sind. Die Original-Fundstücke konnten wir dann in dem großen Museum in Heraklion bewundern. Wirklich sehenswert. Für die Stadt hatten wir dann nur noch Zeit für einen kurzen Spaziergang, der uns durch die Altstadt zum Hafen mit seinen venezianischen Befestigungsanlagen führte.

Die kretische/griechische Mythologie mit Zeus (auch einmal als Stier) und Europa begleitete uns auf der gesamten Reise. Hier hätten wir sich etwas besser vorbereiten können. Wie war das mit den griechischen Göttern, Halbgöttern und Helden?

Am Nachmittag bezogen wir dann unser zweites Hotel, das „Kosta Mare“ ca. 25 Kilometer östlich von Heraklion.

5. Tag: Faistos, Matala

Angefangen haben wir mit Schmuck. Verlockend, aber wir blieben standhaft.

Dann fuhren wir in die Berge nach Faistos, dem zweiten unserer drei minoischen Paläste. Wieder eine große Ausgrabung, von den Mauern ist recht viel zu sehen. Aber im Gegensatz zu Knossos wenig rekonstruiert. Man bekommt jedoch auch so einen Eindruck von der Größe der Anlage.

Von dort aus waren es dann nur noch wenige Kilometer in das Städtchen Matala an der Südküste. Malerisch in einer Bucht gelegen, noch etwas unaufgeräumt, denn es war ja noch weit vor Saisonbeginn. In Matala hatten wir ein schönes Restaurant direkt am Meer. Meine gegrillten Sardinen waren sehr lecker. Bekannt wurde Matala wohl durch die „Popgrößen / Hippies“ in den 70er Jahren, die dort in den Höhlen am Ufer ein Aussteigerleben führten.

6. Tag: Malia, Kera, Hochebene Lassithi

Der Tag begann mit Lederkleidung. Verlockend, aber wir blieben wieder standhaft.

Malia war unser dritter minoischer Palast. Durch die Lage in der Ebene (nicht weit vom Nordufer der Ägäis) fehlte die terrassenförmige Struktur. Die Ausgrabung selbst machte viele Mauern und Räume sichtbar und an einigen Stellen wurde auch noch gebuddelt.

Auf einer kleineren Straße wand sich unser Bus durch kleine Dörfer hindurch in die Berge und auf die Hochebene von Lassithi. Hier wird viel Landwirtschaft betrieben, sind die Felder bewässert. Zwischendurch machten wir noch einen Halt im (noch aktiven) Frauenkloster von Kera.

Unser Mittagsstopp war in einem typisch kretischen Gasthof mitten im Dorf. Auf dem Rückweg hielten wir noch in einem kleinen Dorf mit uralter Platane. Es brauchte über 12 Mitfahrer, um den Stamm zu umfassen. An dem Tag kamen wir schon gegen 16:30 im Hotel an und hatten dann auch etwas Zeit, um das schöne Wetter einfach zu genießen.

7. Tag: Spinalonga, Agios Nikolaos

Der Ausflug nach Spinalonga und Agios Nikolaos war nicht im Grundpaket enthalten, aber wir buchten ihn spontan und vor Ort dazu. Und waren nicht enttäuscht. Zunächst ging es nach Elunda, dort auf ein Boot und einmal um die Insel Spinolonga herum. Spinalonga war eine Befestigungsanlage aus der Venezianischen Zeit und danach (bis in die 50er Jahre) eine Leprakolonie, wohl die letzte in Europa. Wir konnten die Gebäudereste aber nur vom Schiff aus ansehen, es war ja noch keine Touristensaison.

Dann brachte uns der Bus nach Agios Nikolaos, eine sehr aktive Touristenstadt mit Hotels im direkten Umfeld. Der Hafen, der innere See und die Altstadt konnte man sich schön gemütlich erwandern. Das Wetter war herrlich und die Restaurants waren eigentlich alle einladend. Vielleicht in der Saison zu einladend ….

Mittags um 16:00 waren wir dann wieder im Hotel und saßen in der warmen Sonne vor unserem Zimmer.

8. Tag: Rückreise

Am Abreisetag mussten wir schon um 5:30 unser Hotel verlassen, mit unserem Bus ging es zum Flugplatz, um 8:05 startete der Flieger nach Frankfurt und gegen 13:00 waren wir wieder in Haßloch.

Fazit

Unsere beiden Hotels hatten schöne und geräumige Zimmer in kleineren Hauseinheiten. Von der Infrastruktur der Hotels haben wir eigentlich nur das Restaurant genutzt, wir waren ja tagsüber per Bus unterwegs. Beide Hotels waren gut, das „Georgioupolis Resort“ vom Restaurant her etwas besser, das “ Kosta Mare“ lag dafür direkt am Strand.

Allein die drei minoischen Paläste waren die Reise wert. Orthodoxe Kirchen waren uns vorher so gut wie unbekannt. Aber auch sonst hat uns Kreta und Griechenland nicht enttäuscht. An die gemischte Bauweise (alt neben neu) in den Dörfern muss man sich gewöhnen.

An guten Schafskäse und Oliven kann man sich gewöhnen. Auch die Kombination „griechischer Joghurt mit flüssigem Honig“ ist nicht zu verachten.

Wir würden die Reise wieder buchen. Sie war stimmig und ihren Preis wirklich wert.

Das Storchenjahr 2019

Das Storchenjahr 2019 hat früh begonnen.

Am 25.1.2019 konnte ich bei Temperaturen von knapp über 0 Grad in Geinsheim zwei Störche auf dem Nest auf dem Kirche beobachten. Sie standen recht gelangweilt herum.

Am Kindelsbrunnen ist Anfang März bei einem Sturm die alte Pappel mitsamt dem Nest umgefallen. Seitdem kann man dort ab und zu ein Storchenpaar auf den Wiesen beobachten. Vielleicht suchen und finden sie ja einen neuen Neststandort in der Nähe.

Jetzt, Anfang April, scheint man auf 21 Nestern in meinem Gebiet zu Brüten. So viele waren es noch nie!

Meine „Storchenkarte“ werde ich weiterhin pflegen.

Die Bahn in Landau

Eigentlich wollte ich um 21:40 ganz einfach mit der Bahn von Landau nach Haßloch fahren. Und um 22:17 in Haßloch sein. Eine gute Verbindung.

Als ich um 21:30 am Bhanhof war, stand an der modernen Anzeigetafel noch ein früherer Zug mit einer großen Verspätung, mein Wunschzug stand dann in der unteren Hälfte direkt darunter. Kurz vor der geplanten Abfahrt verschwand dann diese Verspätungsmeldung und mein Wunschzug stand ganz regulär ohne ein Kommentar oben in der Anzeigentafel. Aber der Zug kam nicht und nach ein paar Minuten sprang die Anzeige (wieder ohne Kommentar …) auf den nächsten Zug um 22:37. Mein Wunschzug hatte sich einfach aufgelöst. Im Internet bekam man angezeigt, dass der 21:40 ausfällt, an der Anzeigetafel nicht.

Mit mir warteten noch über 25 Personen, alle auf die Anzeige blickend oder schon diskutierend, was man denn jetzt machen soll. Gegen 22:15 kam dann mal eine Ansage „Der nächste Zug nach Neustadt ist der 22:37“, vorher waren die Lautsprecher vollkommen still. Der Zug kam auch mit wenigen Minuten Verspätung und der Anschlusszug in Neustadt wartete sogar. (Das wusste aber die APP nicht). Gegen 23:06 war ich dann endlich in Haßloch.

Nachträglicher Reisebericht aus Udine

Udine, den 8.7.2018

Liebe Familie,

heute möchte ich euch ein Lebenszeichen aus unserem Urlaub senden. Wie ihr wisst, sind wir per Bus und Rad auf dem Weg von Kärnten zum Mittelmeer, gerade befinden wir uns in Udine. Aber der Reihe nach…

Gestartet sind wir donnerstags in der Früh in Germersheim, wir im Bus, unsere Fahrräder im großen Anhänger. Und dann ging es über viele Stunden bis nach Villach in Kärnten. Aber acht Stunden im Bus machen uns mittlerweile nichts mehr aus, wir haben uns recht gut mit dieser Form des Reisens arrangiert und angefreundet. Der Bus war auch angenehm leer, wir waren 26 Mitreisende. Mehr Räder passen nicht in den Anhänger.

Am nächsten Morgen wurde es dann ernst. Nach einem ausgiebigen Frühstück brachte uns der Bus zu unserem Startpunkt Tavisio, wo wir unsere Räder ausluden und dann den Radweg, eine alte Bahntrasse, in Richtung Gemona radelten. Nach einem kleinen Anstieg bis Camporosso ging es dann immer gemächlich bergab. Die alten Eisenbahnbrücken (z. Bsp. über die Fella) und -tunnel wurden natürlich auch mitbenutzt. Hier hatten wir auch den einzigen Regenschauer, den wir aber teilweise in einem Café aussitzen konnten. Insgesamt waren das 70 Kilometer auf dem Rad, aber das Gefälle war auch ordentlich.

Wir, unsere 24 Mitradler und unser Radreiseführer fanden den Tag trotz des Regens toll, wir waren voll begeistert. So hatten wir uns die Reise vorgestellt.

Erinnert wurden wir in Gemona an das schwere Erdbeben „Friaul 1976“, dessen Epizentrum hier in der Gegend lag. Zur Erinnerung hat man einige markante Schäden belassen und nur abgesichert. Mit „Friaul“ habt ihr auch den Begriff für den Teil Italiens, den wir im Moment per Rad erkunden. Die Region reicht von Kärnten bis zur Adria. Unser Radweg trägt offiziell den Namen „Alpe-Adria“ und beginnt für ganz sportliche Fahrer schon in Salzburg.

Der zweite Tag war ein Rundkurs, also nicht mit einem dauernden Gefälle. Und unterwegs gab es auch einen „Berg“ (Originalton Radführer), 150 Meter Anstieg auf knapp 2 Kilometer Länge.  Da kommt man ohne Motor durchaus ins Schwitzen. Aber die motorisierten Mitradler warteten brav am Scheitelpunkt auf uns. Dann war da noch die „Welle“, vielleicht 40 Meter hoch und dann gleich wieder abwärts. Beide Wegformationen sind uns ja in der Vorderpfalz unbekannt.

Unser Ziel war Tolmezzo am Fluss Tagliamento. Auf dem Dom fand sich dann auch ein Engel als Wetterfahne, für Friaul eine typische Erscheinung. (Der Wetterhahn auf der Christuskirche in Haßloch ist aber auch OK) Der Fluss übrigens ist im Sommer eine große Sandbank und das Wasser muss man suchen.

Die dritte Radetappe führte uns dann langsam in die Ebene. Es ging von Gemona nach Udine. Und Udine ist eben eine Großstadt mit allen Vor- und Nachteilen.

Hier die offizielle Etappenbeschreibung vom Veranstalter: „Gemona verlassend setzen Sie heute ihre Radtour nach Süden fort mit den letzten Ausläufern der Julischen Alpen im Hintergrund. Auf gut ausgebauten Radwegen passieren Sie ausgedehnte Rebflächen und idyllische Orte. Am Nachmittag erreichen Sie Udine die Hauptstadt des Friaul……“

Morgen wollen wir bis Grado und ich will zum ersten Mal in meinem Leben die Adria sehen. Irgendwie ist mir das Land südlich der Alpen nicht so richtig bekannt. Die Alpen waren für mich lange Zeit eine natürliche Grenze. Geplant ist auch noch eine Etappe von Grado nach Monfalcone und dann als schöner Abschluss die Abfahrt von Camporosso nach Villach. Diese Strecke radelt sich in diese Richtung deutlich leichter. Richtige Profis keuchen von Villach hoch nach Taviso, wir machen das eben lieber anders herum.

Auf die Fahrt habe ich mich mit den Krimis von Andrea Nagele vorbereitet, die in Grado und in Kärnten spielen. Zu Tolmezzo passt eher die „Karnische Hochzeit“ von Reinhard M. Czar.

Meine Touren zeichne ich mit „komoot“ auf und stelle sie dann ins Internet. Dort könnt ihr euch die Etappen genau ansehen.

In einigen Tagen werden wir uns ja wiedersehen. Bis dahin alles Gute.

Viele Grüße aus Italien

Herbert

PS: Ich werde aber auch weiterhin gerne mit Freunden in der Vorderpfalz radeln.

 

Link zur Komoot-Dokumentation: http://dressler-hassloch.de/?p=1859

Und hier die Materialien zum Umgestalten und Ausgestalten:

   

So könnte dann der fertige „persönliche Brief“ aussehen.

Urlaubsbericht_Udine

Beobachtungsabend „Totale Mondfinsternis“ am 27.7.2018

Der AK Astronomie der Pollichia e.V. hatte zu einem Beobachtungsabend der totalen Mondfinsternis auf dem Gelände des Modellflugvereins Haßloch eingeladen. Etwa ab 21:00 Uhr füllte sich der Platz, denn für die Mondfinsternis war überall kräftig geworben worden, und der warme Spätsommerabend bot sich geradezu an für einen Ausflug ins Freie. Wir waren deutlich über 100 Personen. Ich hatte ein Namensschild am Hemd und durfte mich um die Besucher kümmern. Deswegen blieb mein Fotoapparat ungenutzt im Auto liegen.

Zu sehen gab es zunächst den Sonnenuntergang und dann die Venus im Westen, der Mond ließ sich allerdings etwas Zeit, bis er dann kurz vor 22:00 Uhr im Dunst fahl und später rot sichtbar wurde. Wie gesagt, wir hatten viel Dunst am Horizont, aber glücklicherweise keine Wolken am Himmel.

Spektakulär war dann das Erscheinen des Mars, der voll rot leuchtend rechts unterhalb vom roten Mond stand. Die ISS konnte man auch gegen 22:30 auf ihrem Weg von WNW nach ONO sehen. Um 23:00 Uhr war es dunkel wie bei Neumond und man konnte auch kurz die Sterne des Abendhimmels leuchten sehen. Der große Wagen, die Leier, die Cassiopeia und auch der Schwan waren schön mit bloßem Auge zu erkennen, die Milchstraße war aber zu schwach. (Für meinen grünen Laserpointer als Zeigehilfe war es einfach zu hell)

Von den Planeten konnte man noch Jupiter mit seinen Monden und Saturn mit seinen Ringen im Teleskop anschauen, also eine wirklich schöne Ausbeute zusätzlich zum Mond. So konnte man die scheinbare Bahnen der Objekte unseres Sonnensystems etwas zeigen und erläutern.

Spektakulär war jedoch das Ende der Mondfinsternis: Die linke Seite des Mondes wurde immer heller, der Mond sah aus wie ein seltsam strukturiertes Glasauge. Auch der Mars verlor seine tiefrote Farbe. Ein toller Anblick. Gegen 23:30 Uhr war dann das Ereignis vorbei und der Himmel verwandelte sich wieder in einen typischen hellen Sommer-Vollmond-Himmel. Um Mitternacht war unser Beobachtungsabend beendet.

Eine gleiche gut besuchte Veranstaltung gab es auch an unserem Beobachtungsplatz bei Wachenheim. Ein Dank an die Rheinpfalz: Wir wurden intensiv angekündigt und auch die Berichterstattung am 30.7. war für alle Beteiligten erfreulich. Vielleicht war dieser Beobachtungsabend auch eine gute Werbung für unsere normalen Sternbeobachtungsabende.

Hier der Artikel in der Rheinpfalz über deren Funktion „Zweitverwertung“. Nach drei Monaten sollte der Artikel mehr oder weniger verschwinden und nur noch zahlenden Kunden gezeigt werden.

Radtour Villach (Österreich) – Grado (Italien)

Diese Jahr machten wir mit der Firma Pfadt aus Germersheim wieder mal eine Radtour, diesmal von Villach nach Grado (Alpen – Adria).

Wie bei Pfadt üblich, war das eine Busreise mit eigenen Fahrrädern, transportiert im Anhänger, und vor Ort dann mit einem ortskundigen Rad-Reiseleiter. Nach einer Zwischenübernachtung in Villach brachte uns der Bus zum ersten Startplatz der Radtour, nach Tavisio in Italien.

Die Besonderheit dieser Etappe: Nach einem kleinen Anstieg und der „Alpe-Adria-Zählung“ in Camporosso fuhren wir auf einer zum Radweg umgebauten alten Eisenbahnstrecke und durften viele Radkilometer mit angenehmen Gefälle, oft durch alte Tunnels, genießen. Das Ende der Tagestour war das Gebiet Venzone/Gemona, Zentrum des schweren Erdbebens  in Friaul im Jahr 1976.

Die zweite Etappe (eine Rundtour) hatte einen recht ordentlichen Anstieg („Der Berg“) in der Mitte, der die Nicht-E-Biker ordentlich forderte, aber diese Höhe durften wir ja danach wieder herunterradeln. Zusätzlich kamen dann noch einige „Wellen“ auf einem Waldweg, schön, aber doch etwas fordernd.

Die dritte Etappe ging durch die letzten Hügel („wellig“) und hatte auch einige Schotterstrecken aufzuweisen. Udine wurde auf gemütlichen Wegen erreicht und die Stadtführung endete für viele mit einem Aperitif auf der zentralen Piazza.

Die vierte Etappe hatte ein klares Ziel, den Badeort Grado an der Adria. Dazwischen sahen wir die sternförmige Festungsstadt Palmanova, wo man noch die Türme und die Wälle besichtigen konnte. In der heute kleinen Stadt Aquileia finden sich viele römische Ausgrabungen (Aquileia war ursprünglich sehr bedeutend) und in der Nähe die beeindruckende Basilika mit ihrem sehr berühmten Mosaikfußböden. Und dann erlebten wir natürlich die Fahrt über den Damm nach Grado.

Der fünfte Tag hielt für uns eine sanfte Tour an der Adria entlang bereit, mit einem schönen Picknick am Etappenende. Dazwischen gab es viel Landschaft und ein großes Vogelschutzgebiet, sogar mit Flamingos.

Nachmittags blieb auch Zeit für eine Bummel in Grado oder ein Bad in der Adria.

Am letzten Radeltag brachte uns dann der Bus wieder in die Alpen nach Camporosso und wir radelten hinunter zur Gail und dann nach Villach. Durch diesen Trick befuhren wir die komplette Strecke „von den Alpen zur Adria“, allerdings in zwei unterschiedlichen Richtungen. Auf dieser letzten Etappe begegneten uns viele Radfahrer, die die mühsame, aber zum Meer hin richtige Richtung „bergauf“ fuhren.

Nach einer Zwischenübernachtung in Spittal brachte uns dann der Bus wieder Richtung Heimat.

Es waren erholsame 330 Km auf dem Rad mit 1100 uns von unserem Bus geschenkten Höhenmetern.

Es gibt die Reisebeschreibung auch als Bericht.

Word: Basics in Textgestaltung

Was man nie genug üben kann und immer wieder braucht:

  • Registerkarte „Datei“ (backstage):
    • Datei öffnen, Datei speichern, Druckvorschau, Drucken, PDF erstellen
  • Schreibmarke (Cursor) vs. Markierung
  • Einfügen, Löschen, Kopieren, Verschieben

Was ich immer empfehle:

  • Ansicht Drucklayout (sichtbare Seite)
  • Vernünftige Bildschirmvergrößerung
  • Lineale einschalten
  • Formatierungssymbole einblenden

Und nun zu dem Thema Textgestaltung:

Mein Text zum Üben: Fliesstext_Fontane

Word ist in der Lage, die Buchstaben eines Textes unterschiedlich darzustellen:

  • Schriftart
    • Schriftfamilien
      • mit Serifen (Times …)
      • ohne Serifen (Helvetica, Arial …)
      • Schreibschrift (Script …)
      • Zierschriften ….
  • Schriftgröße (üblich ca. 12)
  • Fett / bold
  • Kursiv / italic
  • Farbig
  • …….

Das findet man im Menüband in der Registerkarte „Start“ (besser: Basics) und dort in der Gruppe „Schriftart“. Wenn man nachträglich etwas ändern will, so muss man diesen Text zuvor markieren. Entweder hat man eine Schreibmarke oder einen markierten Text. Neuer Text wird immer so geschrieben, wie der Text unmittelbar vorher war, oder so, wie es die Schreibmarke vorgibt.

Wenn es um mehrzeiligen Text (Fließtext) geht, so ist die Gestaltung der Zeilen und Absätze ebenfalls wichtig.

  • linksbündig, mittig, rechtsbündig, Blocksatz
  • Schattierung / Rahmen
  • Vertikaler Zeilenabstand
  • Abstand vor und nach einem Absatz

Wichtige Steuerfunktionen über Tastenkombinationen:

  • Neue Zeile innerhalb eines Absatzes: Shift-Return (Enter) bzw. Großumschaltung / Zeilenschaltung
  • Bedingtes Trennzeichen: Strg –

Hier ist man im Menüband in der Registerkarte „Start“ Gruppe „Absatz“. Oder in der Registerkarte „Layout“ Gruppe „Absatz“. In der Registerkarte „Layout“ finden sich auch die Einstellungen für die Seitengestaltung.

 

Zusätzliche Tipps:

Man kann eine komplette Textformatierung auf einen anderen Textteil übertragen. Und man kann auch über „Start“ „Formatvorlagen“ bzw. über „Entwurf“ „Dokumentformatierung“ den Text (gleichmäßiger) gestalten.

Tabulatoren werden durch Eintragungen in das „Lineal“ gesetzt und dann mit der TAB-Taste benutzt.

Finden sie ein Zeichen nicht auf der Tastatur, so hilft ihnen „Einfügen“ „Symbole“ sicherlich weiter.

Die automatische Silbentrennung kann man ein- bzw. ausschalten.

In der Registerkarte „Start“ die Gruppe „Bearbeiten“ mit Suchen, Ersetzen und Markieren. Markieren geht natürlich auch mit der Maus, z.B. mit einem Doppelklick auf ein Wort oder einem Dreifachklick auf einen Absatz.

Anstelle von MS-Word kann man auch das freie Programm OpenOffice bzw. Libreoffice benutzen. Oder das in Windows vorhandene (kostenlose) Programm „WordPad„.

Literaturempfehlung:

Philip Kiefer, Office 2016 – Schnell zum Ziel, Markt + Technik Verlag, ISBN 978-3-95982-012-7

Sprachverständlichkeit im Fernsehen

Der Tatort „Dunkle Zeit“ (17.12.2017) war nicht nur dunkel, sondern für mich auch in großen Teilen unverständlich. Ich konnte einfach die Stimmen nicht richtig hören. Auch das ständige Nachjustieren der Lautstärke und das Drehen an meinen Hörgeräten brachte keine Besserung.

Ein kleines Beschwerdeschreiben an die ARD führte zunächst zur Standardantwort „Die Ohren werden im Alter nicht besser“ (Was ja stimmt.) und „Es gibt ja auch Untertitel“. Beide Antworten waren für mich nicht zufriedenstellend.

Eine zweite Email an den NDR führte mich dann zu einem kompetenten Mitarbeiter, der mir zunächst bestätigte, auch er habe diesen Tatort nicht immer verstehen können. Er gab mir sinnvolle Tipps und legte seiner Email auch die Broschüre „Sprachverständlichkeit im Fernsehen“ von ARD/ZDF bei. Vielen Dank! Vielen Dank auch an den SWR/ARD für die Genehmigung zur Veröffentlichung!

Darin fand ich dann die problematischen Punkte schön aufgelistet wieder. Bekannt ist das Problem also …

1. Die Ohren werden im Alter nicht besser. (Hörgeräte habe ich ja schon)

2. Regie und Dramaturgie wollen spannende Krimis mit viel Tonkulisse. Die Sender könnten wohl etwas mehr auf die Tonqualität der Filme achten, aber es sollen ja spannende Krimis bleiben. Hier wird man also kurzfristig keine Verbesserung erwarten können. Irgendwann werden aber auch die Regisseure und Tonmischer älter und verstehen dann hoffentlich mein (und nicht nur mein) aktuelles Problem. An den sprachbetonten „Center Channel“ von Dolby 5.1. (oder besser) kommt man ohne größere technische Aufrüstung nicht ran.

3. Die Lautsprecher der modernen flachen Fernseher werden nicht klanglich besser, eher optisch dünner und flacher…

Also bleibt einem eigentlich nur eine bessere Lautsprecheranlage. Eine große Stereoanlage habe ich nicht, also musste etwas Neues her. Kopfhörer waren für mich wegen meiner Hörgeräten eher ungeeignet, ich will mich ja nicht von meiner Familie abschotten. Kostenbewusst wie ich bin, klammerte ich Geräte oberhalb 500 Euro aus und landete dann bei der Produktgruppe „Soundbar“. Da ich mir von einem Probehören bei einem Händler nicht viel versprach, die meist jungen Verkäufer verstanden mein Problem nicht, bestellte ich mir eine „Yamaha YAS-105“ für 219 € im Internet. Das Paket kam, die Inbetriebnahme war problemlos und meine Frau und ich waren schon von den ersten Klangproben überzeugt. Etwas Kritik an Yamaha: Die Statuslämpchen und noch mehr die Art ihrer Verwendung ist nicht mehr ganz zeitgemäß.

Die Soundbar bleibt bei uns. Die Integration zu unserer vorhandenen Fernbedienung ist zufriedenstellend. Der nächste Krimiabend ist gerettet. Die Soundbar macht aber auch bei anderen Sendungen das Hören angenehmer. Die Töne sind voller und satter und schmerzen auch bei höherer Lautstärke nicht in den Ohren. Man kann also auf das ständige „Nachregeln“ verzichten.

Eine ganz wichtige Erkenntnis: Man „verlernt“ Hören. Man braucht private Referenzquellen für Verständlichkeit (bei uns die Tagesschau) und Referenzpartner (Frau und Kinder). Dann sollte man negative Veränderungen im eigenen Hörvermögen bemerken und Gegenmaßnahmen ergreifen können.

Die Grundlinie zwischen Speyer und Oggersheim

Bei der Suche nach alten Kilometersteinen in der Pfalz fand ich rein zufällig den „Basispunkt Speyer“, das gesamter Vermessungsprojekt kannte ich schon länger von einer Ausstellung des Landesvermessungsamtes in Bad Dürkheim. Ich habe dann natürlich beide Steine und beide Kirchen per Rad aufgersucht und meine Fotos aufgenommen.

Im Jahr 1819 wurde die Grundlinie zwischen Oggersheim und Speyer von der „Königlich bayrischen Landesvermessung“ exakt vermessen. Die Eckpunkte der Linie waren (und sind) der Südwestturm der Wallfahrtskirche Oggersheim und der Nordostturm des Speyerer Doms. Diese Strecke wollte man möglichst genau in ihrer Länge vermessen, um darauf mit  weiteren Vermessungen aufsetzen zu können.

Ein möglichst großer Teil dieser Strecke sollte wirklich „mit einem Metermaß“ abgemessen werden, in der Nähe der beiden Endpunkte war dieses Verfahren wegen der vorhandenen Bebauung nicht anwendbar. Also musste man per optischer Vermessung zwei Punkte auf der Linie festlegen, die dann als eigentliche Basis bzw. Endpunkte für die genaue Vermesung dienten. Die beiden Kirchtürme sind wegen ihrer Höhe immer erkennbar. Und die eigentliche Linie darf natürlich nicht bebaut sein …

 

 

Die nördlichen Punkte mit Kirche und Basisstein (LU-Oggersheim)

Kartenausschnitt von Google-Maps

Die südlichen Punkte mit Basisstein und Dom (Speyer)

 

Diese manuelle Vermessung wurde mit sehr genauen Messstangen vorgenommen. Die Eisenstangen von bekannter Länge (ca, 4 Meter) wurden auf Stegen hintereinander verlegt, die Horizontallage per Wasserwaage überprüft , die Ausdehnung der Balken durch die Temperatur und die Breite der unvermeidbaren Spalte zwischen zwei Balken durch einen Meßkeil festgestellt und rechnerisch berücksichtigt. In dem überlieferten Meßprotokoll der einzelnen Meßlagen (1 Meßlage = 5 Stangen) finden sich 5 Nachkommastellen hinter dem Meter. Auch Höhendifferenzen und die Erdkrümmung wurden berücksichtigt.

Thaddäus Lämmle ermittelte 1819 eine Entfernung zwischen den Basispunkten von 15.325,739 Metern, eine Nachmessung mit Satellitenunterstützung ergab 1996 eine Entfernung von 15.325,324 Mewtern. Da hatte einer mit seinen 5 geeichten Messstangen ordentlich gearbeitet.

Eine ausführliche Darstellung dieser Vermessung findet man in der Festschrift „Die Grundlinie zwischen Speyer und Oggersheim“, Landesvermessungsamt Rheinland-Pfalz, 1997, ISBN 3-89637-332-3.